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Herzlich willkommen im Pfarrbereich Sandersdorf - Brehna

20 Jahre Förderverein Stadt- und Klosterkirche Brehna e.V.

Sonntag, 01. März 2020, 18.00 Uhr (Winterkirche)

Videoabend mit Wilfried Dalibor

Programm: Orgelfunktion, Orgelbau, Orgelrestaurierung der Wäldner-Orgel in der Kirche Brehna


Sonntag, 17. Mai 2020, 17.00 Uhr

Orgelkonzert an der Wäldner-Orgel

gestaltet von: Luisa Leske & Charlotte Wernicke (Ev. Hochschule für Kirchenmusik Halle)

>> weitere Veranstaltungen im Pfarrbereich

Sieghild Giercke

Brauhausstraße 31, 06779 Raguhn,

Tel.: 034906 / 21388

Brehna Katharina Sculpur.jpg Katharina von Bora (1499-1552), die spätere Frau von Martin Luther, stammt aus sächsischem, damals nicht mehr wohlhabendem Adelsgeschlecht. In Lippendorf bei Leipzig geboren, kam sie nach dem frühen Tod der Mutter 1504 zur Erziehung in das Augustinerinnenkloster* in Brehna, später nach Nimbschen bei Grimma.

Von dort gelang ihr und anderen Schwestern unter Zustimmung Luthers die Flucht. Sie wurden von ihm in Wittenberger Familien untergebracht. Nach Ablehnung einer anderen Ehe ihrerseits fand ihr Lebenswunsch in der Ehe mit Luther seine Erfüllung. Katharinas wirtschaftliche Tüchtigkeit und Schaffenskraft wandelten das Augustinerkloster zum gastfreien Lutherhaus.

Luthers Briefe und Tischgespräche zeigen, daß sie auch an seinen beruflichen Arbeiten und Sorgen persönlichen Anteil nahm. Luther scherzte oft in humorvoller Weise über "seinen Herrn Katharin". Gestorben in Torgau. Vier ihrer sechs Kinder überlebten die Eltern. Ihr Äußeres ist uns vornehmlich durch Cranach- Bilder bekannt.

Ausstellung in Brehna

fv lutherinDie Austellung "Die Lutherin", erstellt anlässlich ihres 500. Geburtstages, zeigt anschaulich auf 26 Schautafeln das Leben und Wirken Katharina von Boras. Sie kann als Daueraustellung in der Stadt-und Klosterkirche besichtigt werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Bei Besuchen am Wochenende bitten wir um Terminabsprache.

 

fv august*Die Augustiner
Als Augustiner werden Ordensgemeinschaften bezeichnet, die nach den Ordensregeln des Augustinus von Hippo leben. Neben den Augustinern selbst (Ordo Sancti Augustini OSA) folgen unter anderem auch die Dominikaner (ein Bettelorden) und die Prämonstratenser (ein Chorherrenorden) der Augustinusregel (eigentlich eine Mehrzahl von Versionen). Heute sind mit dem Begriff Augustiner meist die Augustiner-Chorherren oder der Augustinerorden (bis 1963 Augustiner-Eremiten) gemeint. Der weibliche Zweig sind die Augustinerinnen. Der Reformator Martin Luther gehörte den Augustiner-Eremiten an, kritisierte diesen Orden später allerdings scharf.

 

 

Die Stadt- und Klosterkirche zu Brehna

fv grundrissDie Stadtkirche von Brehna ist allein von der ehemals bemerkenswerten Klosteranlage übriggeblieben. Sie ist im Ursprung romanisch, wurde jedoch mehrfach umgebaut.

Ihr großer Westquerturm, der wohl auf romanischen Grundmauern ruht, wurde in gotischer Zeit erneuert. Im Turmbau findet sich ein spätgotisches Kreuzgewölbe.

Das Kirchenschiff, ein in der Romanik ursprünglich einschiffiger Bruchsteinbau, wurde in der Gotik nach Norden hin zu einer flachgedeckten, zweischiffigen Anlage erweitert. Im Osten baute man ebenfalls in der Zeit der Gotik, in der Breite des älteren, ersten Kirchenschiffes eine eingezogene, dreiseitig geschlossene Choranlage mit eigenem Satteldach.

fv glocke3Die Ausstattung des Kirchenraumes entstand vorwiegend im 17. und 18. Jahrhundert. Besondere Aufmerksamkeit verdient der große Altaraufbau aus dem 17. Jh., in den Teile eines recht bemerkenswerten Schnitzaltars vom Beginn des 16.Jh. eingefügt sind. Im Mittelschrein sieht man eine Gruppe, Anna Selbdritt umgeben von zwei unbekannten männlichen Heiligen. In den Seitenflügeln rechts die Heiligen Margarethe und Stephanus, links die Heiligen Georg und Martin. Es ist denkbar, daß dieser Altar zu der Zeit in die Kirche kam oder schon stand, als Katharina von Bora die Schule des Klosters besuchte. 

fv tabernakelEin sehr wertvolles Stück der Kirchenausstattung, es handelt sich um eine Stickerei auf Leinen aus dem 15. Jh., befindet sich seit der Jahrhundertwende im Museum der Moritzburg Halle. Mit Hilfe der Stadt und unserem Förderverein soll die Kirche in den kommenden Jahren saniert werden.

Pilger sind wir Menschen ...

fv Jakobsweg

fv lutherweg

Jacobsweg                                  Lutherweg


Jakobsweg

Jakobus der Ältere war der Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome sowie der ältere Bruder des Jüngers Johannes. Jakobus zählte neben seinem Bruder und Petrus zu den drei bevorzugten Jüngern, die bei der Verklärung Jesu und in seiner Todesangst im Garten Gethsemane zugegen waren. Der Überlieferung nach verkündete er nach Pfingsten in der Gegend um Samaria - das heutige Shomron - und Jerusalem das Evangelium, bis er durch König Herodes Agrippa I. von Judäa im Jahr 43 geköpft wurde; Jakobus war somit der erste Märtyrer unter der Aposteln.

In Spanien ist die Überlieferung verbreitet, dass Jakobus dort gleich nach der Himmelfahrt Christi gepredigt und Jünger geworben habe mit der Prophezeiung, dass er nach seinem Tod dort Unzählige bekehren werde. In Santiago de Compostela - Santiago ist der spanische Name für Jakobus - wurde vor dem Bau der Kirche angeblich sein Grab gefunden.

Vom 11. Jahrhundert an wurde Santiago zu einem der größten Wallfahrtszentren des Abendlandes, durch ganz Europa führten feste Wallfahrtswege dorthin; bis ins 15. Jahrhundert zog der Ort mehr Pilger an als Rom oder Jerusalem. In Skandinavien nannte man Spanien zu jener Zeit „Jakobsland“. Die Pilger erhielten am Ziel damals einen Hut, der mit einer Muschel geziert war.

fv muschel1Die Autobahnen und Fernverkehrsstraßen sind, vielleicht kann man das so sagen, die Pilgerwege unserer Zeit.  Wir fahren auf ihnen unseren Träumen, Hoffnungen und Wünschen hinterher, auf der Suche nach einem erfüllten Leben, auf der Suche nach uns selbst, vielleicht auf der Suche nach dem einzig Einen, der alles in sich bindet.


 

Lutherweg

 Seit dem 28.03.08 verfügt unsere Kirche über ein weiteres touristisches Angebot. An diesem Tag wurde der Lutherweg in Sachsen-Anhalt eröffnet. Er führt von Luthers Geburtsstadt Eisleben über eine Nord- und Südroute zu verschiedenen Stationen aus dem Leben des Reformators. Unsere Stadt- und Klosterkirche in Brehna wird als Station 33 der Südroute auf der Wanderkarte geführt.

wegtranDer Lutherweg führt zu den Wirkungsstätten Martin Luthers und zu vielen Orten, die mit der Reformation in Verbindung stehen. Darüber hinaus laden viele evangelische Kirchen zur Besichtigung und zum Innehalten ein. Sowohl die großen Stadtkirchen als auch kleine Dorfkirchen eröffnen Ihnen Raum zum Nachdenken und zum Gebet in besinnlicher Stille.
Daneben nimmt auf dem Lutherweg der Gedanke des Pilgerns einen wesentlichen Platz ein. Manchmal müssen wir aufbrechen aus dem, was uns bindet. Manchmal müssen wir uns freimachen von dem, was uns täglich zur Last wird. Manchmal tut es gut, einen neuen Weg zu gehen, um sich selbst wiederzufinden.

"Gastfreiheit ist an allen Orten, wo Kirche ist." Martin Luther

Weitere Informationen zum Lutherweg finden Sie hier >> Lutherweg