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Herzlich willkommen in der Kirchenregion "15 Türme"

Konfis

Sandersdorf - Di., 15.11., 13.12., 24.01. 16.00-19.30 Uhr Ev. Gemeindehaus, mit Abendessen
besondere Termine:
Mittwoch, 23.11., 16.00-17.30 Uhr Besuch Friedhof (Ort wird noch bekannt gegeben) Montag,
05.12. Lebendiger Adventskalender 17.00-18.00 Uhr Lutherhaus
21./22.01. Samstag + Sonntag Vormittag: Konfi-Eltern in Sandersdorf

Konfi - Lebendiger Adventskalender

Liebe Konfis,
jede/r öffnet doch gerne einen Adventskalender. Was sich wohl diesmal hinter dem Türchen versteckt? Außerdem vergeht so die Zeit bis zum Weihnachtsfest und den Ferien irgendwie schneller.
Wie wäre es mal, wenn hinter dem Türchen ... ihr euch versteckt?! Gemeinsam wollen wir eine „Tür “ des lebendigen Adventskalenders gestalten. Am Montag, 5.12.2022 von 17.00 - 18.00 Uhr treffen wir uns im Lutherhaus - zusätzlich zu unserem regulä-en Termin in Sandersdorf. Den Termin bitte jetzt schon vormerken und eintragen.

Wir überlegen im Vorfeld gemeinsam, wie wir „unsere Tür“ gestalten - ein Mitmachangebot, oder eine kleine Ausstellung, oder etwas zum Mitnehmen ... für alle Menschen, die vorbeischauen. Unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Also, wenn ihr bereits Ideen habt - sagt sie mir bei unserem nächsten Treffen.

Konfi-Eltern-Wochenende 21/22.1.2023 in Sandersdorf

Der KonfiKurs ist eine wichtige und schöne Zeit für unsere Jugendlichen. Aber genauso wichtig ist es für die Eltern. Seit einigen Jahren machen wir unser Konfi-Eltern Wochenende. Am Samstagvormittag von 9.00 - 12.00 Uhr widmen wir uns einem Thema ... mal als ganze Gruppe, mal nur die Konfis und die Eltern getrennt, mal die Konfis mit ihren Eltern. In den letzten Jahren haben wir die Schöpfung erlebt, über die Zukunft der Kirche gesprochen und uns mit dem Thema Gottesdienst beschäftigt. Auch im Januar wartet ein spannendes Thema auf uns. Am Sonntag gestalten und feiern wir dann gemeinsam den Gottesdienst um 9.00 Uhr in Sandersdorf in der Kirche.

Alle Eltern und Konfis bitte ich, sich den Termin in den Kalender ganz fest einzutragen.

Ich hoffe, dass uns die Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht und freue mich auf das Kennenlernen und gemeinsame Nachdenken und Erleben.

Eure/Ihre Anna Mittermayer

Café digital in Bitterfeld

immer am 1. Donnerstag im Monat von 10.00-13.00 Uhr im Lutherhaus Bitterfeld
....nicht nur für Senioren

Du brauchst Hilfe mit deinem Laptop/Handy/Tablet? Dann komm vorbei.
In den geraden Monaten haben wir Gäste, die uns in die digitale Welt führen mit vielen praktischen Anregungen für den Alltag. In den ungeraden Monaten beschäftigen wir uns mit der Handhabung der Geräte mit Unterstützung von Inga Besser/Seniorenkolleg Halle.

Termine und Angebote
03. November: Handhabung/Handysprechstunde mit Inga Besser

01. Dezember: Zu Gast YouTuberin und Mediengestalterin Josephine Schernionek – Aufklärung statt fake news, Bilder im www, ein eigener Film?

Hubertusfest in Löberitz

Seine Heiligen-Legende zählt wohl zu den berühmtesten überhaupt: Der zunächst noch ganz und gar nicht Heilige Hubertus geht am Karfreitag auf die Jagd, erblickt einen wohlgebauten Hirsch und legt seine Armbrust an. Da bleibt das Tier plötzlich stehen, dreht sich um und zwischen seinem Geweih erscheint ein strahlendes Kreuz. „Hubertus, ich erlöse dich und dennoch verfolgst du mich?“, ertönt eine Stimme. Daraufhin wirft Hubertus seine Waffe weg, bricht mit seinem alten Lotterleben und wird ein Heiliger. Das ist die Kurzfassung der Hubertuslegende.

Wir wollen diesen Festtag in diesem Jahr auch wieder feiern. Wir bringen den Wald wieder in die Kirche! Am Samstag, den 5. November, um 10.30 Uhr, feiern wir einen Gottesdienst, musikalisch umrahmt von den Bitterfelder Jagdhornbläsern. Danach gibt es wieder - wie schon gewohnt - Deftiges vom Grill und aus der Pfanne. Dazu laden wir Sie und Ihre Freunde und Familie herzlich ein.

Der GKR Löberitz

Friedensdekade

ZUSAMMEN:HALT – das ist das Motto der diesjährigen Ökumenischen Friedensdekade, die vom 06.11.2022 bis zum 16.11.2022 stattfindet.

Auch im Jahr 2022 will die Friedensdekade einen Beitrag zur Vertiefung des christlichen Friedenszeugnisses leisten und zum friedenspolitischen Handeln in Kirchen, Gemeinden und Gesellschaft beitragen.

Wir laden Sie ein, mit uns gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung zu beten und zwar am:

06.11.22, 10.30 Uhr - Eröffnungsgottesdienst zur Friedensdekade
08.11.22, 17.00 Uhr - Friedensandacht
10.11.22, 17,00 Uhr - Friedensandacht
13.11.22, 10.30 Uhr - Gottesdienst mit Friedensgebet
16.11.22, 18.00 Uhr – Buß- und Bettag – Abschluss der Friedensdekade

Alle Andachten und Gottesdienst finden im Bitterfelder Lutherhaus statt.

Gern begrüßen wir Sie in unserer Gemeinschaft.

Ihre Prädikantin Rositha Langhammer

Johannesgemeinde Wolfen feiert wieder Herbstfest

Bereits das 58. Herbstfest begehen wir in diesem Jahr. Entstanden ist es aus dem früheren Basar, der erstmalig 1964 in unserer Kirche stattfand. Eigentlich wäre es das 59., wenn uns da nicht das bekannte Wort Corona 2020 einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Am Sonntag, den 13. November 2022, laden wir Sie alle ganz herzlich ein in die Johanneskirche Wolfen! Um 14 Uhr wollen wir mit einem GOTTESDIENST FÜR GROSS & KLEIN beginnen. Das Besondere wird der erste Auftritt unserer KIRCHENBAND sein. Danach gibt es Kaffee und Kuchen, Würstchen vom Grill mit Kartoffelsalat, diverse Angebote von Marmeladen, Handgemachtem und Gestecken, eine Bücherkiste etc. Vor allem aber darf eines nicht fehlen - eine Tombola - sie gehört zum Herbstfest dazu. Wir freuen uns auf einen Tag mit viel Gemeinschaft.

Birgit Emmrich

Herbststraßensammlung vom 11. bis 22. November 2022

Mit der Herbstsammlung zeigen Kirche und ihre Diakonie überall in Mitteldeutschland, wie sie sich für Menschen einsetzen, die unsere Hilfe, unseren Rat und unsere Fürsprache brauchen. Die Sammlung startet jedes Jahr am Samstag vor dem Buß- und Bettag und endet am Mittwoch nach dem Ewigkeitssonntag. Bitte machen Sie mit! Die Spenden aus der Straßensammlung kommen sozialen Projekten von Kirche und Diakonie zugute. Drei Viertel verbleiben unmittelbar im Kirchenkreis und in der Gemeinde. Ein Viertel erhält die Diakonie Mitteldeutschland, die es im Rahmen ihres Programms „Hilfe vor Ort“ im Antragsverfahren an Sozialkaufhäuser und Tafeln, Beratungsstellen sowie Kinder- und Jugendtreffs weitergibt. www.strassensammlung-mitteldeutschland.de

Lebendiger Adventskalender in Bitterfeld-Wolfen

In der Adventszeit wollen wir wieder den Lebendigen Adventskalender mit Leben füllen. An verschiedenen Tagen treffen wir uns an unterschiedlichen Orten zu einer kleinen Andacht und zum Singen. Wir können für eine kurze Zeit den Alltagsstress hinter uns lassen und Gemeinschaft erleben. Wir können innehalten und den Advent bewusster erleben. Zeit und Ort entnehmen Sie bitte der Presse oder dem Aushang. Kommen Sie vorbei, machen Sie mit, entdecken Sie den Advent.

Worldwide Candle Lighting

Im November gedenken wir am Ewigkeitssonntag unserer Verstorbenen. Auch im Dezember gibt es einen Gedenktag: den Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Dieser wird von der Initiative Weltweites Kerzenleuchten (Internationales Worldwide Candle Lighting) unterstützt und begangen, und zwar am zweiten Sonntag im Dezember. Einer der Initiatoren ist der Bundesverband verwaister Eltern e.V. in Deutschland.

Das alles wird von einer Grundidee getragen: „Möge ihr Licht für immer scheinen.“ Für jedes verstorbene Kind wird abends um 19 Uhr eine Kerze entzündet und an ein Fenster gestellt. Weltweit. Durch die stündliche Zeitverschiebung erlöschen die Kerzen in einer Zeitzone, werden in der nächsten Zeitzone entzündet. Daraus entsteht eine Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die Erde geht. Licht erhellt unser Leben, das gibt Hoffnung. Für Trauernde die Hoffnung auf Leben und Zuversicht, auf Verständnis und Akzeptanz. Die Lichterwelle verbreitet diese Hoffnung. Die verstorbenen Kinder haben in ihrem Leben die Welt erhellt. Die Lichter sind Erinnerung an sie.

In diesem Jahr wird das Internationale Worldwide Candle Lighting am Sonntag, den 11. Dezember, begangen. Auch wenn man einander noch hat, kann man ein Licht entzünden - ein Licht der Dankbarkeit, dass man sich hat.

Birgit Emmrich

Sternsinger

Zum Jahreswechsel machen sich die Sternsinger wieder auf den Weg, um Menschen in unserer Region den Segen für das neue Jahr zu bringen und Spenden zu sammeln.

Das Motto der 65. Sternsingeraktion 2023 lautet: KINDER STÄRKEN, KINDER SCHÜTZEN. „Wir rücken bei unserer 65. Aktion den Schutz von Kindern vor Gewalt in den Mittelpunkt. Unser Projektpartner, die ALIT-Stiftung in Indonesien, zeigt wie mit Hilfe der Sternsinger Kinderschutz und Kinderpartizipation gefördert werden.“ (Quelle: www.sternsinger.de)

Welche Orte die Sternsinger besuchen werden, ist ab Dezember zu erfragen über das katholische Gemeindebüro (Edith-Stein) in Wolfen-Nord: 03494 504253. Bitte beachten Sie auch die Aushänge. Zudem die herzliche Einladung zum Ökumenischen Sternsinger-Gottesdienst zu Epiphanias am 6. Januar um 11 Uhr ins Edith-Stein-Gemeindezentrum. Dort werden auch Segensaufkleber sowie Kreide zum Mitnehmen verteilt.

Ökumenische Bibelwoche 24.-27.1.2023

Die Bibelwoche 2023 fragt nach unseren Träumen von Kirche und widmet sich diesmal der Apostelgeschichte. Wir begeben uns miteinander in die Zeit, als die Kirche noch jung war und das Christentum sich erst finden musste. Die folgenden Abschnitte sind für eine nähere Betrachtung ausgewählt, wobei es sich lohnt, die Apostelgeschichte als Ganzes zu lesen:

Apg 4,32-37 – Gemeinsam ...
Apg 6,1-7 – ... für einander
Apg 8,4-25 – ... mit dem Heiligen Geist
Apg 9,36-43 – ... über alle Grenzen hinweg
Apg 12,1-24 – ... aus dem Gefängnis heraus
Apg 14,8-20 – ... ohne falschen Anspruch
Apg 15,1-35 – ... zur Problemlösung kommen

(Quelle: www.a-m-d.de/themen/bibel/oekumenische-bibelwoche/oekumenische-bibelwoche-aktuell)

Termine

Wir wollen uns an den folgenden vier Abenden jeweils um 18 Uhr treffen:

Die, 24.1. | Johannesgemeinde Wolfen | Martin Kabitzsch

Mi, 25.1. | Christophorushaus Wolfen-Nord | Steffen Schulz

Do, 26.1. | St. Georg Raguhn | Claudia Rudolf

Fr, 27.1. | Edith-Stein-Gemeindezentrum Wolfen-Nord | Ina Killyen

 

Orgel in Jazz und Pop

Samstag, 12. November 2022 um 16 Uhr.
Evangelische Johanneskirche Wolfen

Werke von Michel, Schütz, Gunsenheimer, Mans, Riegler, u.a.
René Mangliers – Bariton und Orgel
Brunhilde Mangliers – Rezitation

Band

Unsere Band „White light – no dust“ geht an die Öffentlichkeit: anlässlich des Herbstfestes in Wolfen am 13. November wollen wir unsere ersten Songs präsentieren. Wir freuen uns schon sehr auf diesen Moment.

Adventssingen

Sa., 26. November 2022, 17.30 Uhr Engelkirche Friedersdorf
Wir laden ein zum Adventssingen im Rahmen des Friedersdorfer Weihnachtsmarktes
Ihr Förderkreis Kirche Friedersdorf.

Adventsmusik mit Cantus verus (Leipzig)

Einstimmung auf die Adventszeit
So., 27. November 2022 um 16.00 Uhr Feldsteinkirche Mühlbeck – Eintritt frei

Chorkonzert der Chöre Krina-Rösa-Roitzsch

Am 4.12.2022, 16.00 Uhr laden die Chöre zu ihrem alljährlichen Konzert ein.
Kirche Roitzsch – Eintritt frei (über eine Spende freuen wir uns natürlich)

„Eine Reise durch den Winterwald“

Samstag, 10. Dezember 2022 um 16.00 Uhr, Engelkirche Friedersdorf
Mit dem Volkschor „Muldeklang“ Jeßnitz Eintritt frei, Spende erbeten. Der Gemeindekirchenrat und der Förderkreis Kirche Friedersdorf laden herzlich ein.

Adventskonzert der „Fuhnesänger 2015“

Freitag, 16. Dezember um 19 Uhr in Reuden

Europäische Weihnachtslieder

Samstag, 17. Dezember um 15.00 Uhr – Ev Stadtkirche Bitterfeld im Rahmen des Bitterfelder Weihnachtsmarktes
Neue Bitterfelder Kantorei, Kinder- und Jugendchor 15 Türme, Flötenkreis Bitterfeld, Streichensemble „Musica est vita“. Eintritt frei

Macht hoch die Tür

Samstag, 17. Dezember 2022 um 17 Uhr, Evangelische Johanneskirche Wolfen
Evangelischer Kirchenchor Wolfen, René Mangliers – Bariton, Orgel, Piano & Leitung, Zörbiger Flötenconsort, Dietmar Brand – Leitung, Ursula Folta – Rezitation


Kinder- und Jugendchor Bitterfeld

Der Kinder- und Jugendchor hat eine neue Probenzeit und einen neuen Probenort: jeden Mittwoch (außer in den Ferien) 15.30 Uhr im Erdgeschoss des Lutherhauses (Zugang beim Schaukasten der Kirchengemeinde). Wir üben für das Weihnachtsmusical „Die sonderbare Nacht“ von Hella Heizmann, in dem sich die 7-jährige Jule mit der Frage beschäftigt, ob es das Christkind überhaupt gibt. Aufgeführt werden soll diese Geschichte am 4. Adventssonntag (18.12.22) um 10.30 Uhr im großen Saal des Lutherhauses. Herzliche Einladung an alle interessierten Sänger*innen und Schauspieler*innen im Alter von 6-16 Jahren.

Kantorei Bitterfeld

Alle Proben finden in den Wintermona- ten in den Räumen im Erdgeschoss des Lutherhauses statt – sofern dies die möglicherweise geltenden Corona-Schutz- maßnahmen zulassen. In den Ferien ruhen die Proben. Im neuen Jahr starten alle musikalischen Gruppen wieder in der zweiten Kalenderwoche.

Flötenkreis: Montag 18.30 Uhr – 19.15 Uhr

Neue Bitterfelder Kantorei: Montag 19.30 Uhr – 21.00 Uhr

Kinder- und Jugendchor: Mittwoch 15.30 Uhr – 16.30 Uhr

Posaunenchor: Mittwoch 18.30 Uhr – 19.30 Uhr

Band: nach Absprache

Zu allen Proben sind bekannte und neue Gesichter herzlich eingeladen! Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich gerne an mich unter kirchenmusik.bitterfeld@ 15tuerme.de

Ihr/Euer Friedemann Nickel

Die Geschichte der Stadt- und der Nonnenkirche zu Brehna
 

Die Pfarrkirche St. Jakobus Major und die Kirche des ehemaligen Augustinerinnen-Chorfrauenstifts St. Clemens blicken auf eine lange Geschichte zurück. Sie ist sehr eng mit dem sächsischen Fürstenhaus der Wettiner verbunden.
 
Brehna, erstmals als Ort im Jahre 1142 urkundlich erwähnt, war im Mittelalter der Sitz der Grafen von Brehna, deren herausragenste Gestalt Konrad I., genannt Konrad der Große, der Begründer des sächsischen Fürstenhauses ist. Bereits im Jahre 1053 ist in Brehna eine Burganlage nahe eines unbekannten sorbischen Dorfes erwähnt.
 
Es bleibt im Dunkeln der Geschichte, ob zu dieser Burg unser heutiger Turm der Pfarrkirche St. Jakobus gehörte. Die Vermutung liegt aber nahe, Indizien sind vorhanden. Im 10. Jahrhundert ordnete König Heinrich I. den Bau von Wehranlagen entlang der Grenze der deutschen Besiedlung zum Sorben- bzw. Wendenlande an.
 
Unser Kirchturm ist mit Hausteinen in Buntsandstein aus Bernburg oder aus dem Unstrutgebiet und Aufsetzern aus handgespaltenem Porphyr der Quetzer Berge errichtet. Die Porphyrwände sind des unregelmäßigen Gefüges wegen ungewöhnlich breit angelegt. Das Erdgeschoß des Kirchturmes hat Wände von 2 m Stärke, die sich auf 1,85 m bzw. 1,50 m nach oben verjüngen (Bilder 3 u. 4). Im Kircheninnern führt eine Tür zum Turmerdgeschoß. Auf jeder Seite blieben drei klobige Türangeln erhalten, die auf eisenbeschlagene Bohlentüren schließen lassen.
                                              
bild 3 sw  bild 4 sw

Bild 3                                     Bild 4

 
Noch sind die Mauerlöcher zu sehen, in denen der sogenannte Sperrbaum hin- und hergeschoben wurde. Dies ist die älteste Beschlußart der Ausfall- und Rückzugspforten von Burgen und Wehrtürmen. Ein weiteres Indiz für einen Wehrturm sind die vorhandenen nur 30 cm breiten Lichtluken des Turmes unterhalb der üblichen Sturmleiterhöhe.
 
Somit könnte der Turm einst Wartturm oder Schutzburg in Fehde- und Kriegszeiten gewesen sein.
 
Ein hohes Gebäude konnte ursprünglich nicht an den Turm angeschlossen gewesen sein. Dann hätte er seine Funktion nicht erfüllen können. Vielleicht lehnte eine kleine Kapelle am Turm? Ob er in früher Zeit bereits mit den säulengeschmückten späterem Glockenschallöchern versehen war, ist noch unbekannt. Die Form der Säulen ist in der Zeit vor dem Jahre 1100 oder kurz danach üblich gewesen.
 
Mit der weiteren Festigung der Macht deutscher Grafen und Fürsten gegenüber den Wenden verloren die Fluchtburgen ihre Funktion. Im 11. Jahrhundert wird parallel zum Bau einer Burganlage östlich vom Marktplatz an dem Turm eine Kirche der Brehnaer Grafen angebaut worden sein. Dabei handelte es sich dem Baustil der Zeit entsprechend wahrscheinlich um eine romanische Basilika , ausgeführt als Decken-basilika, deren fensterreiches Mittelschiff, der Lichtgraben, über kleine Seitenschiffe hinausragte (Bild 5).

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Bild 5 Ansicht einer romanischen Basilika
                 
   
Es ist noch zu erkennen, daß der Dachfirst dieser kleinen Kirche lediglich bis zur Sohle des 4. Turmgeschosses reichte, welches bis zum 17. Jahrhun-dert als Glockenstube diente. Die Glockentöne hallten durch die säulen-geschmückten Schallöcher nach allen Seiten gut hinaus.
 
Der Ausbau der Kirche wird spätestens mit der Übernahme der Grafschaft Brehna durch Konrad I. erfolgt sein. Er erbte im Jahre 1116 von seinem Vetter Wilhelm von Brehna und Camburg die gleichnamige Grafschaft gemeinsam mit seinem Bruder Dedo IV. Sie besaßen auch die Grafschaft Wettin. Konrad der Große, der nach dem Tode Dedos später auch die Herrschaft Eilenburg und die Markgrafschaft Meißen besaß, residierte abwechselnd in Wettin, Brehna und Meißen. Am Residenzort Brehna war eine Kirche unbedingt notwendig.
 
Nachdem Konrad der Große sein Herrschaftsgebiet unter seinen vier Söhnen im Jahre 1156 aufteilte und in das Kloster Lauterberg (Petersberg) als Mönch eintrat, übernahm Friedrich I. die Grafschaft Brehna. Nach dessen Tode gründete seine Gemahlin Hedwig, eine böhmische Fürstentochter, am 15. August 1201 das Nonnenkloster St. Clemens zu Brehna und machte es zu ihrem Witwensitz.
 
Das Kloster entwickelte sich durch Schenkungen der Grafen von Brehna und der Markgrafen von Meißen sowie der Familien eintretender Nonnen rasch. So war über Jahrhunderte eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen.
 
Im Jahre 1202 wurde die Stiftskirche geweiht. Sie lehnte sich an das erst im 14. Jahrhundert erweiterte Hauptschiff der Pfarrkirche an. Von dieser Kirche sind heute lediglich die südlichen Strebepfeiler an der Südseite erhalten.
 
Nachdem der Reichtum des Klosters sich vermehrt hatte, wurde im Jahre 1290 ein neues steinernes Wohnhaus für die Stiftsfrauen errichtet. An der Südseite der Nonnenkirche kann man noch heute erkennen, daß hier ein großes Steingebäude anschloß, dessen Giebel die Südwand der Stiftskirche bildete. Das Obergeschoß des vermutlich ersten Steingebäudes des Klosters lag in der Höhe des Oratoriums (Beetsaal) der Nonnenkirche und war mit diesem durch zwei Türen verbunden
 
An das Oratorium schloß sich im Westen ein Kapitelsaal für Beratungen der Ordensschwestern an. Von diesem sind lediglich die Mauern des Unterbaues mit den Resten von zwei Seitenkapellen erhalten.
 
Die wohl bekannteste Schülerin des Klosters war Katharina von Bora, Luthers spätere Frau, die als Kind zwischen 1504 bis 1508 hier erzogen wurde.
 
bild 6 sw

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Bild 6 Grundriss

 
Zwischen 1526 und 1540 wurde die Pfarrkirche umgebaut. In dieser Zeit erhielt sie vermutlich eine Erweiterung des Chores, gleichzeitig wurde die Klosterkirche nach Osten erweitert und in das Gesamtensembel der Pfarrkirche einbezogen.
Der Chor in zwei Teilen (Pfarrkirche, Nonnenkirche) erhielt einen dreiseitigen Ostschluß. Die südliche Hälfte der entstandenen doppelten Schiffsbreite wurde als Damenstiftskirche genutzt.
Der Grundriss (Abb. 6) der Gesamtkirche entsprach dem in heutiger Zeit bekannten.
Nach der Reformation begann der Niedergang des Klosters. Im 30-jährigen Krieg wurde es zerstört. Geblieben ist uns nur die Stiftskirche als halbes Schiff des Gesamtchores, das im oberen Geschoß lediglich durch ein Rautengitter von dem des Klosters getrennt war und der Unterbau des Kapitelsaals.
In das 16. Jahrhundert fällt der Bau der hölzernen Kanzel und die am Schiff angefügten Strebepfeiler einer geplanten, aber nicht mehr ausgeführten Einwölbung. Die Ausstattung der Pfarrkirche entstand überwiegend im 17. und 18. Jahrhundert. Bemerkenswert ist der barocke Hauptaltar aus dem 17. Jahrhundert mit Teilen eines Schnitzaltars von Beginn des 16. Jahrhunderts. Die Beichtstühle sind dem frühen 18. Jahrhundert zuzurechnen.
Im 17. Jahrhundert hatte sich Brehna gut entwickelt, der Stadt flossen Gelder zu. Die Einnahmen gestatteten den Bürgern auch eine stattliche Erhöhung des alten romanischen Turmes aus Backsteinen zu Ehren des 100. Jahrestages der Reformation im Jahre 1617.
 
Die Jahreszahl 1618 über einem westlichen Turmfenster (Bild 7) erinnert an die Weihe des Kirchturmaufsatzes.
    

bild 7 sw

 

 

 

 

 

 

 

Bild 7 Jahreszahl an einem Turmfenster

Dilich zeichnete 1618 in seiner Stadtansicht auch die Kirche und das damals noch stehende Kloster (Bild 8).
                 

bild 8 stadtansicht 1618 dilich sw

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 8 Dilich - Stadtansicht Brehna 1618
                 
In dieser Zeit wurde am Turm ein Sandsteinwürfel, der auf einem Schild den sächsischen Rautenkranz und auf einem zweiten das Brehnaer Wappen in einer sehr frühen Ausführung eingelassen. Dieser Stein wird vermutlich seinen ursprünglichen Platz am “Hus uff dem Berge”, dem Herrensitz des Brehnaer Schlosser gehabt haben.
 
Die Brehnaer konnten sich jedoch nur 95 Jahre an dem hochragendem Kirchturm erfreuen. Am 12. April 1713 wurde während des großen Stadtbrandes auch der Kirchturm entzündet und stürzte ein; nur das achteckige Untergeschoß aus Ziegeln blieb erhalten. Die Flammen zerstörten 92 Häuser mit Scheunen und Ställen. Das Feuer zündete auch das Fachwerk des Kirchenbodens an. Noch heute sind die Brandspuren in der Nähe des östlichen Schalloches erhalten. Ein tapferer unbekannter Landsberger, berichtet uns Pastor Köhler, versuchte unter Einsatz seines Lebens, die Flammen zurückzudrängen und die Kirche zu retten.
 
Die vier damals vorhandenen kleinen Glocken stürzten herab. Aus ihren Bruchstücken goß Peter Becker aus Halle im Jahre 1714 eine große Glocke, die bis heute erhalten ist.
 
Im 17. Jahrhundert wurde auch die dreiseitige Empore im Innern der Stadtkirche errichtet. Auf der Westseite ist sie zweigeschossig ausgebildet. Eingefügt wurde die Patronatsloge der Familie Kronbiegel aus dem Jahre 1724.
 
Viele Jahre danach wurden keine wesentlichen baulichen Veränderungen mehr vorgenommen.
 
In den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts erhielten die Felder der Kassettendecke eine Stoffbespannung. Es entstand auch das Gemälde an der südlichen Chorwand der Pfarrkirche.
 
Da Gemeinderäume benötigt wurden, erfolgte in den fünfziger Jahren der Umbau der Nonnenkirche mit Toiletten im Erdgeschoss, einem Kirchenraum im ehemaligen oberen Schiff der Nonnenkirche sowie einem Versammlungs- und Konfirmantenunterrichtsraum.
 
In den Jahrzehnten nach dem Krieg konnten unter sehr schwierigen Verhältnissen nur "äussere Erhaltungsarbeiten" durchgeführt werden.
 
Die Dächer der Kirche sind zwar 1968 komplett umgedeckt worden, aber grundlegende Arbeiten (Sanierung der Balkenköpfe konnte nicht durchgeführt werden, auch die Dachstühle entsprachen der "normalen" Qualität (kein Kirchenbiber)), Sturmschäden taten ein Übriges.
 
Mit dem Jahr 2000 begann ein neues Kapitel in der Kirchenbaugeschichte.

Die Kirchengemeinde und der neu gegründete Förderverein “Stadt-und Klosterkirche Brehna e.V“ begannen mit den Planungen der umfangreichen Sanierung der Kirche.

In 3 Bauabschnitten wurden die Dachstühle und Dächer von 2002-2007 fachgerecht saniert.

Es folgten der Innenputz mit einem neuen Innenanstrich sowie die Erneuerung der Kassettendecke, der Elektrik und des Beleuchtungssystems bis 2012.

Durch einen Privatspender konnte 2014/15 die historische Wäldnerorgel aus dem Jahr 1835 restauriert werden.

In Regie des Fördervereins wurden 2016 Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an der Kanzel ausgeführt. Gleiches organisierte der Förderverein im Jahre 2017 für den hölzernen Taufstein. Der Hochaltar, die Beichtstühle sowie die Kronbiegelsche Patronatsloge konnten in den folgenden Jahren erfolgreich restauriert werden.

Von 2015-2019 erfolgte dazu parallel die Außensanierung der Kirche.

Damit sind im Wesentlichen die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten an der Brehnaer Stadt- und Klosterkirche abgeschlossen. Dies konnte nur mit viel Engagement und finanziellem Aufwand erreicht werden. Dafür gilt allen Beteiligten unser Dank. In diesem Gemeinschaftswerk konnte eine wieder einladende Kirche entstehen, die täglich zum Besuch geöffnet ist.

 

Quellen zur Kirchengeschichte
 
•     Geschichte des Augustinnerinnen Klosters St. Clemens zu Brehna
•     A. Schmidt Verlag von Rudolf Kiemle, Brehna 1924
•     Bilder aus der Geschichte der Grafschaft und der Stadt Brehna,
•     A. Schmidt, Buchdruckerei Wilhelm Wachsmuth, Bitterfeld 1931
•     Der Kirchturm von Brehna
•     Rupprecht, Heimatkalender S. 56-58, 1931
•     Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler Georg Dehio

Die Friedensandachten gehen weiter...

In Brehna findet das Friedensgebet jeden ersten Freitag um 18.00 Uhr in der Kirche statt.

In Wolfen finden die Friedensgebete zu folgenden Zeiten statt:

Mittwoch, 09.11. - 18.00 Uhr: Ökumenische Friedensandacht
Mittwoch, 23.11. - 18.30 Uhr

 

Ansprechpartner: Herr Petrasch (034954/22754 ) oder Herr Bauer (034202/326522, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Durch die Initiative des Fördervereins Dorfkirche Petersroda e.V., welcher sich seit 1999 um den Erhalt der Kirche bemüht, konnten bereits einige Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Zum Beispiel konnte im Innenraum der Kirche ein neuer Kalkputz aufgebracht werden.