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Herzlich willkommen in der Kirchenregion "15 Türme"

Liebe Konfis,

Unsere KonfiFreizeit nach Mansfeld findet vom 29.04. - 01.05.2022 statt. Wir freuen uns, dass wir diese gemeinsame Zeit haben. Wir werden uns mit dem bekanntesten aller Gebete beschäftigen - dem Vaterunser. Ist es immer noch aktuell? Und wie würde das Vaterunser in Bildern aussehen? Auch ein Ausflug nach Mansfeld oder Eisleben ist in Planung, Gril- len am Samstagabend und vieles mehr. Seid gespannt.

Unsere KonFilmNacht findet am 10/11.06.2022. Da werden wir diesmal ein Scheunen-Kino in Krina machen, beim Lagerfeuer erzählen und zelten (wenn es das Wetter zulässt).

Am 2. und 3. Juli wollen wir dann einen gemeinsamen Konfiabschluss in Pouch feiern. Wie war unsere gemeinsame Zeit im KonfiKurs? Wie war unser Weg mit Gott? Bei Lagerfeuer und Zelten wollen wir das herausfinden.

Hierzu sind auch gerne ehemalige Konfis aus den letzten Jahren eingeladen. Denn wir wollen ebenfalls gemeinsam unseren Müsli-Gottesdienst für den 3.7. vorbereiten. Anmeldungen der ehemaligen Konfis bitte bei Anna Mittermayer (Nummer habt ihr, oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Wenn ihr bis dahin so viele Schraubgläser wie möglich sammeln könnt, ist das super. Diese brauchen wir für den Abend und den Gottesdienst. Ein Zelt und Schlafsack sind ebenfalls mitzubringen. Alle weiteren Infos folgen noch.

KonfiVorstellung

Wer sind eigentlich unsere diesjährigen Konfis? Eine Frage, die ich ziemlich oft höre. Damit diese nicht unbeantwortet bleibt: Wer unsere tollen Konfis kennenlernen möchte, kann sich am 15.05.2022 auf den Weg nach Holzweißig machen. Um 10.30 Uhr feiern wir gemeinsam den Vorstellungs-Gottesdienst der Konfis, mit eigenen Videos, eigener Liturgie und Predigt. Vielleicht wieder als StationenGottesdienst, vielleicht auch ganz anders. Je nachdem, was wir uns auf unserer KonfiFreizeit einfallen lassen aber vor allem, welche Ideen die jungen Menschen einbringen. Wir freuen uns auf den bunten, gemeinsamen Gottesdienst. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie die Konfis die großen Themen des Glaubens mit ihrem Alltag in Verbindung bringen.

Wir sehen uns :)

Eure Anna Mittermayer

Skat – für Männer und Frauen am 02.05., 13.06. und 04.07.

„18, 20, 2, 3“ - das sind nicht einfach nur Zahlen. Damit beginnt ein neues Spiel, wird es spannend und unterhaltsam. Wieder am 02.05./ 04.07. im Christophorushaus und am 13.06. im Edith-Stein-Gemeindezentrum, jeweils 18.00 Uhr. Einfach kommen, mitspielen und glücklich sein!

Pilgerstaffel 16./17.05. in Bitterfeld

Im Mai sind Pilger unterwegs, von der Wartburg nach Wittenberg führt ihr Weg und auch durch unseren Kirchenkreis. Am Mo., 16. Mai werden sie in Bitterfeld eintreffen und am Di., 17. Mai von der Stadtkirche aus in Richtung Schwemsal aufbrechen. Wer möchte, kann sich ihnen anschließen und eine oder mehrere Etappen mitgehen.

Frühjahrsstraßensammlung 20. bis 29. Mai 2022

Die diesjährige Frühjahrsstraßensammlung steht unter dem Motto: „Für starke Kinder“ unter Regie der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. 50% des Sammlungserlöses bleibt für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den sammelnden Gemeinden und Einrichtungen, die andere Hälfte geht an den Kirchenkreis, der das Geld für überregionale Projekte einsetzen kann, wie z.B für Projekte der Kinder- und Jugendarbeit, Rüstzeiten/Ferienfreizeiten; Ermäßigung von Teilnehmerbeiträgen, Ausgestaltung von Räumen der Kinder- und Jugendarbeit; Kinder- und Jugendmusikalische Arbeit, Spiel und Bastelmaterial usw. Mehr Infos über www.strassensammlung-mitteldeutschland.de

Jubelkonfirmation 22.05. in Wolfen

Am Sonntag Rogate, 22 Mai feiern wir Jubelkonfirmation. Der Gottesdienst in der Johanneskirche Wolfen beginnt um 10.30 Uhr. Liebe ehemalige Konfirmand*innen, die Sie 2022 ein Konfirmationsjubiläum feiern, melden Sie sich gerne noch in den Gemeindebüros der Region.

Himmelfahrt in Löberitz

„Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und es geschah, während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Him- mel emporgehoben.“ So steht es geschrieben bei Lukas 24, 50 - 51. Christi Himmelfahrt - die Aufnahme des Herrn genannt, bezeichnet im christlichen Glauben die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Christi Himmelfahrt wird am 40. Tag der Osterzeit, also 39 Tage nach dem Ostersonntag, gefeiert. Diesen Feiertag wollen wir auch in diesem Jahr mit einer Andacht und anschließendem Grillnachmittag begehen. Am 26. Mai um 14 Uhr in der Kirche zu Löberitz. Der GKR Löberitz

Kulturwochenende zum Trinitatisfest der Wehrkirche Holzweißig (Kirchstr. 2) - Eintritt frei!

Freitag, 10.6. = 19 Uhr - Ein abend voller Lieder und Texte von und mit Sephan Krawczyk
Samstag, 11.6. = 17 Uhr - Liedermacher mit Berliner Schnauze Friedrich Wiesenhütter
Sonntag, 12.6. = 17 Uhr - Kirchenkion "Sein letztes Rennen" - ein Film mit Dieter Hallervorden

Fam.- und Vereinsfest Wolfen 27.- 29.05.

Das Familien- und Vereinsfest feiert 30. Jubiläum. Von Freitagabend bis Sonntag- nachmittag gibt es ein buntes Programm in der Wolfener Fuhneaue. Am Sonntag lädt die Ökumene um 10.30 Uhr zum Gottesdienst in der Fuhneaue ein. Außerdem gibt es am Sonntag um 15 Uhr ein Konzert mit dem gemischten Chor Wolfen-Sandersdorf und dem Spielmannszug Wolfen in der Johanneskirche Wolfen. Der Spielmannszug musiziert bereits ab 14.30 Uhr auf dem Kirchvorplatz.

Johannesfest Wolfen 26.06.

In diesem Jahr feiern wir wieder ein Johannesfest in Wolfen. Der Familiengottesdienst für Jung und Alt beginnt um 10.30 Uhr in der Johanneskirche. Danach sind Sie herzlich zum Brunch eingeladen, Musik, Spiele und ein Quiz erwarten Sie. Wir freuen uns auf Sie.

Brehna Tag der Autobahnkirchen 26.06. - 14.00 Uhr

Bereits im Mittelalter waren Kapellen am Wegesrand für Pilger und Reisende Orte des Schutzgebetes und der Besinnung. Heute sind diese Raststätten auch an unseren Autobahnen zu finden: Die Autobahnkirchen. Sie laden ein, zur Ruhe zu kommen, sich zu besinnen und zu erholen. Sie sind ein Gegenpol zum Leben auf der Überholspur, hier können Menschen Gott und sich selber finden. (Quelle: Akademie des Versicherers im Raum der Kirche)
Am 26.6.2022 findet deutschlandweit der Tag der Autobahnkirchen statt. Um 14.00 Uhr laden wir herzich ein zur Andacht in der Autobahnkirche in Brehna. Selbstverständlich ist die Kirche den ganzen Tag geöffnet und lädt ein zum Gebet, zur Ruhe, zur Entschleunigung.

Müsli Gottesdienst 03.07. - 10.00 Uhr Pouch

Was essen Sie am liebsten in Ihrem Müsli? Haferflocken und Nüsse? Getrocknete Erdbeeren oder kleine Schokoraspeln? Spätestens bei Rosinen wird es spannend. Aber was hat Müsli mit Gott zu tun? Vielfalt, Mischung, gut für den Kör- per und den Geist..usw. Mit den Konfis und den Jugendlichen aus verschiedenen Orten wollen wir diesen Gottesdienst vorbereiten und dann gemeinsam mit allen am Sonntag im Pfarrgarten in Pouch feiern, ganz nach dem Motto: „Schmeckt und sehet, wie freundlich der Herr ist.“ - bei Müsli, Tee, Kaffee und gutem Wetter. Weitere Aktionen sind geplant, aber wir wollen nicht nicht zu viel verraten.

Wir freuen uns auf Euch/Sie.
Pfrn. Bettina Lampadius-Gaube und Pfrn. Anna Mittermayer

P.S. Bringen Sie/Bringt ein leeres Schraubglas mit - so kann die bunte Mischung gleich mit nach Hause genommen werden.

Wir werden 30!! - Gemeindefest 03.07. Bitterfeld Lutherhaus

Wir freuen uns, endlich wieder ins Lutherhaus zu einem Gemeindefest einladen zu können. Das Haus wurde 1992 nach der Sanierung wieder an die Gemeinde übergeben. Das ist jetzt 30 Jahre her. Im selben Jahr nahm auch der Kinder- und Jugendclub im Lutherhaus seinen Betrieb auf. Also gibt es gleich doppelt Gelegenheit zum Feiern. Wir beginnen um 14.00 Uhr mit einem Gottesdienst im Saal, gegen 15.00 Uhr wird es Kaffee und Kuchen geben und danach laden wir ein zu Spaß und Spiel rund um das Haus. Der Abschluss wird gegen 17.00 Uhr eingeläutet mit Grillen und Stockbrot backen.

Sommerfest in Sandersdorf - 17.07. - 14.00 Uhr

Wir wollen wieder gemeinsam den Sommer einläuten. Mit einem Gottesdienst um 17.00 Uhr und anschließendem Zusammensein bei Kaffee und Kuchen im Pfarrhof genießen wir, dass etwas „Normalität“ nach 2 Jahren Pandemie möglich ist. Die ein oder andere Aktion ist auch noch in Planung. Lassen sie sich überraschen.

Singen für den Frieden - 24.05, 24.06., 24.07.

Sie singen gern? Der Frieden in unseren Städten und Dörfern, im Land und der Welt liegt Ihnen am Herzen? Sie haben eine halbe Stunde Zeit im Monat? Dann sind Sie richtig an jedem 24. des Monats auf dem Markt zu Wolfen-Nord. Unser gemeinsames Singen beginnt immer 16.30 Uhr.

Weitere Pläne für 2022

Wir möchten neue Gemeindekreise ins Leben rufen. Den ersten Anfang hat es mit „Bier, Brause, Bitterfeld“ und „Sekt, Selters, Sandersdorf“ gegeben. Unser Angebot wurde in den Orten sehr unterschiedlich wahrgenommen. Aber wir merken, dass wir Raum bieten können und Inhalte, die Menschen interessiert. Konkrete Angebote und neue Termine folgen, sobald die Pandemie-Situation eine genaue Planung möglich macht. Vielleicht haben Sie ja auch eine Idee? Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Anna Mittermayer und Martin Kabitzsch

FrauenTreffpunkt

Jeden ersten Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr treffen sich Frauen aus der Bitterfelder Kirchengemeinde zum FrauenTreffpunkt. Am Anfang des Jahres wird ein Plan erstellt, zu welchen Themen wir uns zusammenfinden. Das können religiöse Themen sein oder auch das, was uns in unserem Leben, unserem Alltag bewegt. Wer möchte, kann sich auch an Überlegungen und der Gestaltung, zum Beispiel des Weltgebetstages oder des Erntedankfestes beteiligen. Ganz herzlich laden wir Frauen aus unserer Region zu unseren Zusammenkünften ein und freuen uns auf weitere Mitstreiterinnen in unserer Runde. Über das Gemeindebüro können Sie gern Kontakt mit uns aufnehmen.

Rositha Langhammer

Gemeinschaftsgarten

Gemeinsam statt einsam! Lust auf ein eigenes kleines Beet oder gemeinsames Gärtnern? Pflanzen und ernten in unse- rem Gemeinschaftsgarten am Christophorushaus – und freitags 15.00-18.00 Uhr „Offene Gartentür“!

„Singet dem Herrn ein neues Lied“ - Orgelkonzert mit Gesang

Samstag, 14. Mai 2022 um 16.00 Uhr Evangelische Johanneskirche Wolfen Werke von Bach, Händel, Hiller, Pepper und Rutter

René Mangliers – Bariton und Orgel Brunhilde Mangliers – Rezitation

Edvard Grieg, ein Norweger in Leipzig

Dienstag, 31. Mai 2022 um 19 Uhr findet Lutherhaus Bitterfeld, Saal
Es ist das erste Konzert der neuen Reihe „Weltreise-Konzerte“. Die erste Reise geht nach Norwegen. Zu hören sein werden Lieder, Klaviermusik und Geschichten aus Norwegen von der Leipziger Mezzosopranistin Anna Michelsen und der Pianistin Anja Kleinmichel.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

„Bel Canto“ - Liedernachmittag

Samstag, 11. Juni 2022 um 16.00 Uhr Evangelische Johanneskirche Wolfen Werke von Händel, Giordani, Schubert Rheinberger, Reger, u.a.

Michéle Rödel (Jüterbog) – Sopran René Mangliers – Orgel und Piano Brunhilde Mangliers – Rezitation

Sommerkonzert

Samstag, 18. Juni 2022 um 16.00 Uhr Kirche Mühlbeck
Chor Cantus Verus (Leipzig)
Eintritt frei

Anschließend gemütliches Beisammensein auf dem Schulhof neben der Kirche, organisiert durch den Heimatverein Mühlbeck.

„Schütz und der Becker-Psalter“

Samstag, 25. Juni 2022 um 17.00 Uhr Ev. Stadtkirche Bitterfeld
Neue Bitterfelder Kantorei und Musica est vita

Eintritt frei, um Spende wird gebeten.

Schaut an der schönen Gärten Zier...

Samstag, 9. Juli 2022, 17 Uhr, Johanneskirche Wolfen

Evangelischer Kirchenchor Wolfen

René Mangliers – Briton, Piano, Orgel & Leitung; Ursula Folta - Rezitation


 Singen für den Frieden - 24.05, 24.06., 24.07.

Sie singen gern? Der Frieden in unseren Städten und Dörfern, im Land und der Welt liegt Ihnen am Herzen? Sie haben eine halbe Stunde Zeit im Monat? Dann sind Sie richtig an jedem 24. des Monats auf dem Markt zu Wolfen-Nord. Unser gemeinsames Singen beginnt immer 16.30 Uhr.


Flötenkreis Bitterfeld - montags, 18.30 - 19.15 Uhr Lutherhaus, Saal
Chorprojekt Bitterfeld - montags, 19.30 - 21.00 Uhr Lutherhaus, Saal
Kinderchor Bitterfeld - dienstags, 15.30 Uhr Lutherhaus, Saal
Ökumenischer Chor Roitzsch - donnerstags, 19.00 Uhr Ev. Pfarrhaus
Chor Sandersdorf/Holzweißig - freitags, 19.00 Uhr Gemeindehaus Sandersdorf oder Holzweißig, im Wechsel
Evangelischer Kirchenchor Wolfen - mittwochs, 19.30 - 21.00 Uhr Johanneskirche Wolfen

Die Geschichte der Stadt- und der Nonnenkirche zu Brehna
 

Die Pfarrkirche St. Jakobus Major und die Kirche des ehemaligen Augustinerinnen-Chorfrauenstifts St. Clemens blicken auf eine lange Geschichte zurück. Sie ist sehr eng mit dem sächsischen Fürstenhaus der Wettiner verbunden.
 
Brehna, erstmals als Ort im Jahre 1142 urkundlich erwähnt, war im Mittelalter der Sitz der Grafen von Brehna, deren herausragenste Gestalt Konrad I., genannt Konrad der Große, der Begründer des sächsischen Fürstenhauses ist. Bereits im Jahre 1053 ist in Brehna eine Burganlage nahe eines unbekannten sorbischen Dorfes erwähnt.
 
Es bleibt im Dunkeln der Geschichte, ob zu dieser Burg unser heutiger Turm der Pfarrkirche St. Jakobus gehörte. Die Vermutung liegt aber nahe, Indizien sind vorhanden. Im 10. Jahrhundert ordnete König Heinrich I. den Bau von Wehranlagen entlang der Grenze der deutschen Besiedlung zum Sorben- bzw. Wendenlande an.
 
Unser Kirchturm ist mit Hausteinen in Buntsandstein aus Bernburg oder aus dem Unstrutgebiet und Aufsetzern aus handgespaltenem Porphyr der Quetzer Berge errichtet. Die Porphyrwände sind des unregelmäßigen Gefüges wegen ungewöhnlich breit angelegt. Das Erdgeschoß des Kirchturmes hat Wände von 2 m Stärke, die sich auf 1,85 m bzw. 1,50 m nach oben verjüngen (Bilder 3 u. 4). Im Kircheninnern führt eine Tür zum Turmerdgeschoß. Auf jeder Seite blieben drei klobige Türangeln erhalten, die auf eisenbeschlagene Bohlentüren schließen lassen.
                                              
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Bild 3                                     Bild 4

 
Noch sind die Mauerlöcher zu sehen, in denen der sogenannte Sperrbaum hin- und hergeschoben wurde. Dies ist die älteste Beschlußart der Ausfall- und Rückzugspforten von Burgen und Wehrtürmen. Ein weiteres Indiz für einen Wehrturm sind die vorhandenen nur 30 cm breiten Lichtluken des Turmes unterhalb der üblichen Sturmleiterhöhe.
 
Somit könnte der Turm einst Wartturm oder Schutzburg in Fehde- und Kriegszeiten gewesen sein.
 
Ein hohes Gebäude konnte ursprünglich nicht an den Turm angeschlossen gewesen sein. Dann hätte er seine Funktion nicht erfüllen können. Vielleicht lehnte eine kleine Kapelle am Turm? Ob er in früher Zeit bereits mit den säulengeschmückten späterem Glockenschallöchern versehen war, ist noch unbekannt. Die Form der Säulen ist in der Zeit vor dem Jahre 1100 oder kurz danach üblich gewesen.
 
Mit der weiteren Festigung der Macht deutscher Grafen und Fürsten gegenüber den Wenden verloren die Fluchtburgen ihre Funktion. Im 11. Jahrhundert wird parallel zum Bau einer Burganlage östlich vom Marktplatz an dem Turm eine Kirche der Brehnaer Grafen angebaut worden sein. Dabei handelte es sich dem Baustil der Zeit entsprechend wahrscheinlich um eine romanische Basilika , ausgeführt als Decken-basilika, deren fensterreiches Mittelschiff, der Lichtgraben, über kleine Seitenschiffe hinausragte (Bild 5).

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Bild 5 Ansicht einer romanischen Basilika
                 
   
Es ist noch zu erkennen, daß der Dachfirst dieser kleinen Kirche lediglich bis zur Sohle des 4. Turmgeschosses reichte, welches bis zum 17. Jahrhun-dert als Glockenstube diente. Die Glockentöne hallten durch die säulen-geschmückten Schallöcher nach allen Seiten gut hinaus.
 
Der Ausbau der Kirche wird spätestens mit der Übernahme der Grafschaft Brehna durch Konrad I. erfolgt sein. Er erbte im Jahre 1116 von seinem Vetter Wilhelm von Brehna und Camburg die gleichnamige Grafschaft gemeinsam mit seinem Bruder Dedo IV. Sie besaßen auch die Grafschaft Wettin. Konrad der Große, der nach dem Tode Dedos später auch die Herrschaft Eilenburg und die Markgrafschaft Meißen besaß, residierte abwechselnd in Wettin, Brehna und Meißen. Am Residenzort Brehna war eine Kirche unbedingt notwendig.
 
Nachdem Konrad der Große sein Herrschaftsgebiet unter seinen vier Söhnen im Jahre 1156 aufteilte und in das Kloster Lauterberg (Petersberg) als Mönch eintrat, übernahm Friedrich I. die Grafschaft Brehna. Nach dessen Tode gründete seine Gemahlin Hedwig, eine böhmische Fürstentochter, am 15. August 1201 das Nonnenkloster St. Clemens zu Brehna und machte es zu ihrem Witwensitz.
 
Das Kloster entwickelte sich durch Schenkungen der Grafen von Brehna und der Markgrafen von Meißen sowie der Familien eintretender Nonnen rasch. So war über Jahrhunderte eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen.
 
Im Jahre 1202 wurde die Stiftskirche geweiht. Sie lehnte sich an das erst im 14. Jahrhundert erweiterte Hauptschiff der Pfarrkirche an. Von dieser Kirche sind heute lediglich die südlichen Strebepfeiler an der Südseite erhalten.
 
Nachdem der Reichtum des Klosters sich vermehrt hatte, wurde im Jahre 1290 ein neues steinernes Wohnhaus für die Stiftsfrauen errichtet. An der Südseite der Nonnenkirche kann man noch heute erkennen, daß hier ein großes Steingebäude anschloß, dessen Giebel die Südwand der Stiftskirche bildete. Das Obergeschoß des vermutlich ersten Steingebäudes des Klosters lag in der Höhe des Oratoriums (Beetsaal) der Nonnenkirche und war mit diesem durch zwei Türen verbunden
 
An das Oratorium schloß sich im Westen ein Kapitelsaal für Beratungen der Ordensschwestern an. Von diesem sind lediglich die Mauern des Unterbaues mit den Resten von zwei Seitenkapellen erhalten.
 
Die wohl bekannteste Schülerin des Klosters war Katharina von Bora, Luthers spätere Frau, die als Kind zwischen 1504 bis 1508 hier erzogen wurde.
 
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 Bild 6 Grundriss

 
Zwischen 1526 und 1540 wurde die Pfarrkirche umgebaut. In dieser Zeit erhielt sie vermutlich eine Erweiterung des Chores, gleichzeitig wurde die Klosterkirche nach Osten erweitert und in das Gesamtensembel der Pfarrkirche einbezogen.
Der Chor in zwei Teilen (Pfarrkirche, Nonnenkirche) erhielt einen dreiseitigen Ostschluß. Die südliche Hälfte der entstandenen doppelten Schiffsbreite wurde als Damenstiftskirche genutzt.
Der Grundriss (Abb. 6) der Gesamtkirche entsprach dem in heutiger Zeit bekannten.
Nach der Reformation begann der Niedergang des Klosters. Im 30-jährigen Krieg wurde es zerstört. Geblieben ist uns nur die Stiftskirche als halbes Schiff des Gesamtchores, das im oberen Geschoß lediglich durch ein Rautengitter von dem des Klosters getrennt war und der Unterbau des Kapitelsaals.
In das 16. Jahrhundert fällt der Bau der hölzernen Kanzel und die am Schiff angefügten Strebepfeiler einer geplanten, aber nicht mehr ausgeführten Einwölbung. Die Ausstattung der Pfarrkirche entstand überwiegend im 17. und 18. Jahrhundert. Bemerkenswert ist der barocke Hauptaltar aus dem 17. Jahrhundert mit Teilen eines Schnitzaltars von Beginn des 16. Jahrhunderts. Die Beichtstühle sind dem frühen 18. Jahrhundert zuzurechnen.
Im 17. Jahrhundert hatte sich Brehna gut entwickelt, der Stadt flossen Gelder zu. Die Einnahmen gestatteten den Bürgern auch eine stattliche Erhöhung des alten romanischen Turmes aus Backsteinen zu Ehren des 100. Jahrestages der Reformation im Jahre 1617.
 
Die Jahreszahl 1618 über einem westlichen Turmfenster (Bild 7) erinnert an die Weihe des Kirchturmaufsatzes.
    

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Bild 7 Jahreszahl an einem Turmfenster

Dilich zeichnete 1618 in seiner Stadtansicht auch die Kirche und das damals noch stehende Kloster (Bild 8).
                 

bild 8 stadtansicht 1618 dilich sw

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 8 Dilich - Stadtansicht Brehna 1618
                 
In dieser Zeit wurde am Turm ein Sandsteinwürfel, der auf einem Schild den sächsischen Rautenkranz und auf einem zweiten das Brehnaer Wappen in einer sehr frühen Ausführung eingelassen. Dieser Stein wird vermutlich seinen ursprünglichen Platz am “Hus uff dem Berge”, dem Herrensitz des Brehnaer Schlosser gehabt haben.
 
Die Brehnaer konnten sich jedoch nur 95 Jahre an dem hochragendem Kirchturm erfreuen. Am 12. April 1713 wurde während des großen Stadtbrandes auch der Kirchturm entzündet und stürzte ein; nur das achteckige Untergeschoß aus Ziegeln blieb erhalten. Die Flammen zerstörten 92 Häuser mit Scheunen und Ställen. Das Feuer zündete auch das Fachwerk des Kirchenbodens an. Noch heute sind die Brandspuren in der Nähe des östlichen Schalloches erhalten. Ein tapferer unbekannter Landsberger, berichtet uns Pastor Köhler, versuchte unter Einsatz seines Lebens, die Flammen zurückzudrängen und die Kirche zu retten.
 
Die vier damals vorhandenen kleinen Glocken stürzten herab. Aus ihren Bruchstücken goß Peter Becker aus Halle im Jahre 1714 eine große Glocke, die bis heute erhalten ist.
 
Im 17. Jahrhundert wurde auch die dreiseitige Empore im Innern der Stadtkirche errichtet. Auf der Westseite ist sie zweigeschossig ausgebildet. Eingefügt wurde die Patronatsloge der Familie Kronbiegel aus dem Jahre 1724.
 
Viele Jahre danach wurden keine wesentlichen baulichen Veränderungen mehr vorgenommen.
 
In den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts erhielten die Felder der Kassettendecke eine Stoffbespannung. Es entstand auch das Gemälde an der südlichen Chorwand der Pfarrkirche.
 
Da Gemeinderäume benötigt wurden, erfolgte in den fünfziger Jahren der Umbau der Nonnenkirche mit Toiletten im Erdgeschoss, einem Kirchenraum im ehemaligen oberen Schiff der Nonnenkirche sowie einem Versammlungs- und Konfirmantenunterrichtsraum.
 
In den Jahrzehnten nach dem Krieg konnten unter sehr schwierigen Verhältnissen nur "äussere Erhaltungsarbeiten" durchgeführt werden.
 
Die Dächer der Kirche sind zwar 1968 komplett umgedeckt worden, aber grundlegende Arbeiten (Sanierung der Balkenköpfe konnte nicht durchgeführt werden, auch die Dachstühle entsprachen der "normalen" Qualität (kein Kirchenbiber)), Sturmschäden taten ein Übriges.
 
Mit dem Jahr 2000 begann ein neues Kapitel in der Kirchenbaugeschichte.

Die Kirchengemeinde und der neu gegründete Förderverein “Stadt-und Klosterkirche Brehna e.V“ begannen mit den Planungen der umfangreichen Sanierung der Kirche.

In 3 Bauabschnitten wurden die Dachstühle und Dächer von 2002-2007 fachgerecht saniert.

Es folgten der Innenputz mit einem neuen Innenanstrich sowie die Erneuerung der Kassettendecke, der Elektrik und des Beleuchtungssystems bis 2012.

Durch einen Privatspender konnte 2014/15 die historische Wäldnerorgel aus dem Jahr 1835 restauriert werden.

In Regie des Fördervereins wurden 2016 Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an der Kanzel ausgeführt. Gleiches organisierte der Förderverein im Jahre 2017 für den hölzernen Taufstein. Der Hochaltar, die Beichtstühle sowie die Kronbiegelsche Patronatsloge konnten in den folgenden Jahren erfolgreich restauriert werden.

Von 2015-2019 erfolgte dazu parallel die Außensanierung der Kirche.

Damit sind im Wesentlichen die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten an der Brehnaer Stadt- und Klosterkirche abgeschlossen. Dies konnte nur mit viel Engagement und finanziellem Aufwand erreicht werden. Dafür gilt allen Beteiligten unser Dank. In diesem Gemeinschaftswerk konnte eine wieder einladende Kirche entstehen, die täglich zum Besuch geöffnet ist.

 

Quellen zur Kirchengeschichte
 
•     Geschichte des Augustinnerinnen Klosters St. Clemens zu Brehna
•     A. Schmidt Verlag von Rudolf Kiemle, Brehna 1924
•     Bilder aus der Geschichte der Grafschaft und der Stadt Brehna,
•     A. Schmidt, Buchdruckerei Wilhelm Wachsmuth, Bitterfeld 1931
•     Der Kirchturm von Brehna
•     Rupprecht, Heimatkalender S. 56-58, 1931
•     Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler Georg Dehio

Die Friedensandachten gehen weiter... Einige Kirchengemeinden haben sich entschieden, weiter Friedensandachten zu feiern. 
In Bitterfeld findet das Friedensgebet jeden Mittwoch und jeden Freitag um 18.00 Uhr in der Stadtkirche statt. In Brehna findet das Friedensgebet jeden 1. Freitag im Monat um 18.00 Uhr in der Kirche statt. In Wolfen haben wir fest geplant: Jeweils 18.30 Uhr, Johanneskirche Wolfen, mittwochs (4.5., 11.5., 18.5., 25.5., 1.6.), danach sehen wir weiter.
Weitere Gebete sind in Planung. Bitte informieren Sie sich vor Ort an den Schaukästen oder auch auf den Homepages www.kirche-bitterfeld.de | www.pfarrbereich-sandersdorf-brehna.de | www.ev-kirchspiel-wolfen.de

 

Ansprechpartner: Herr Petrasch (034954/22754 ) oder Herr Bauer (034202/326522, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Durch die Initiative des Fördervereins Dorfkirche Petersroda e.V., welcher sich seit 1999 um den Erhalt der Kirche bemüht, konnten bereits einige Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Zum Beispiel konnte im Innenraum der Kirche ein neuer Kalkputz aufgebracht werden.