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Herzlich willkommen im Pfarrbereich Sandersdorf - Brehna

Liebe Leserinnen und Leser!

Schwäche – die zeigt man nicht gerne. Die gibt man nicht gerne zu und am besten ist, man ist überhaupt nicht schwach. In einer Leistungsgesellschaft wie der unseren hat Schwäche keinen Platz. Und wenn doch, dann bitte nicht in der Öffentlichkeit. Schwäche soll man nicht sehen, hören, spüren. Stark sein in Krisen! Das ist wichtig! Das ist gut.

Okay, vielleicht sind diese Sätze etwas überspitzt, aber ich denke, in ihnen steckt sehr viel Wahrheit. „Ich schaffe das nicht“ - mit der Angst während der Kurzarbeit, mit Homeoffice und Homeschooling und Kinderbetreuung, mit der Einsamkeit und der Isolation. All das sind Sätze, die uns das letzte und auch dieses Jahr begleitet haben und begleiten werden. All das sind Sätze, die jeder und jede von uns kennt, doch haben wir sie auch schon einmal gehört?

„Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!“ (Sprüche 31,8)

Was wir nicht hören, wurde auch nicht gesagt, zumindest nicht laut ausgesprochen. Doch was passiert, wenn die Situation, die Umstände oder auch die eigene Angst es verhindern, dass wir unsere Schwächen zugeben, dass wir sie laut aussprechen? Dann brauchen wir jemanden, der uns beim Sprechen hilft, unsere Nöte und Ängste erkennt und sie laut ausspricht, so dass wir nicht länger stumm sind.

Können wir selber so jemand sein, der den anderen Menschen beim Aussprechen der eigenen Schwächen und Ängsten hilft? Ja, das können wir. Und als Christenmenschen sollten wir das auch. In jeder Fürbitte, in jedem Gebet geben wir den Sprachlosen eine Stimme, sprechen stellvertretend für die Menschen, die sich schwach fühlen. Doch vielleicht gelingt es uns auch ein bisschen mehr. Wie viele Menschen gibt es in unserem Umfeld, die ihre Schwächen gerne einmal benannt haben möchten, sich selbst jedoch nicht trauen. Wie viele Menschen gibt es, die mit Problemen und Sorgen kämpfen und es einfach nicht alleine schaffen. All das sind Formen von „Stumm-Sein“, von „Schwach-Sein“ und hier sind wir als Christenmenschen gefragt: Mit der Hilfe Gottes können wir das Stumme hörbar machen und die Schwachen stärken.

Und wenn wir selber in so einer Situation sind, die uns sprachlos und schwach macht, dann hoffen und beten wir, dass Gott uns jemanden zur Seite stellt, der unser Schweigen hört und aussprechen kann.

„Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!“ (Sprüche 31,8)

Bleiben Sie behütet.

Ihr RegioTeam

Pfarrerin Anna Mittermayer und Pfarrer Martin Kabitzsch

Informationen zur Region

Erfahrungen der ersten drei Monate

Unsere Region ist noch jung. Die Schritte – aufeinander zu – sind zaghaft, das Laufen – im Miteinander – will geübt werden. Veränderungen geschehen nicht über Nacht. Dass es zum Neubeginn hier und da haken würde, war abzusehen. Erschwerend kommen die Coronaeinschränkungen hinzu. Geduld ist also weiterhin vonnöten. Vielleicht bringt das Frühjahr Bewegung in vielerlei Hinsicht und beseelt unsere Region mit Schwung.

Wie geht es weiter

Weiter geht es – nur zusammen. Was kann das heißen? Zum Beispiel, dass wir den Reichtum unserer Gemeinden wahrnehmen. Neugierde und Offenheit sind dabei gute Verbündete. Sich zu fragen, was sind denn meine Hoffnungen, welche Wünsche habe ich in Bezug auf gemeindliches Leben? Lasse ich mich auf mehr ein, als auf das, was ich bereits kenne? Finde ich es spannend, andere Kirchen zu entdecken, mit anderen zusammen meinen Glauben zu teilen und zu feiern? Und kann ich mir sogar vorstellen mitzutun, mich mit meinen wunderbaren Talenten einzubringen, statt sie zu vergraben? Wer aufbricht, der kann hoffen / in Zeit und Ewigkeit. / Die Tore stehen offen. / Das Land ist hell und weit.

Ihr Pfarrer Martin Kabitzsch.