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Herzlich willkommen im Pfarrbereich Bitterfeld-Wolfen-Sandersdorf-Brehna

An(ge)dacht

Liebe Lesende,

Liebe Gemeinde,

es kommt nun wieder die Zeit des Wartens. Genauer: des Erwartens. Und auch des Abwartens. 

Wir als Christ*innen bereiten uns im Advent auf das Fest zur Geburt Jesu vor, wie es auch die Losung vom November empfiehlt: „Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus“ (2. Thess. 3 Vers 5). Es ist eine Zeit der Ambivalenz: einerseits soll diese Zeit der Buße und Einkehr dienen, was sich auch im Gottesdienst in der Passionsfarbe violett und der reduzierten Liturgie widerspiegelt (achten Sie mal drauf!), andererseits ist es – ich hoffe für die meisten Menschen – eine Zeit der freudigen Erwartung, des Herbeisehnens der Festtage.

advent21Diese Ambivalenz zeigt sich auch im adventlichen Alltag. Hier die herbstlich-winterliche Zeit der kurzen Tage, durch Kerzenlicht warm und ruhig erhellt, die uns verstärkt auf uns selber zurückwirft, uns näher zu uns selbst und unseren Nächsten kommen lässt.

Auf der anderen Seite stehen die meist bunten und weit klingenden Weihnachtsmärkte, die betrieblichen Weihnachtsfeiern, weihnachtlich herausgeputzte Geschäfte und nicht zuletzt auch die Weihnachtskonzerte verschiedener Künstler*innen und Ensembles. Gerade die befinden sich dieses Jahr aber auch in einer Zeit des Abwartens: Wie entwickeln sich die Zahlen rund um die Corona-Pandemie? Kann das Konzert stattfinden und wenn ja, mit wie vielen Gästen? Selbst die aktuelle Probenarbeit, die spätestens jetzt auf die Adventsund Weihnachtszeit ausgerichtet ist, läuft unter Vorbehalt der Entwicklung der Ansteckungs- und Hospitalisierungszahlen.

Wie viele meiner Kolleg*innen freue ich mich sehr, dass Probenarbeit – wenn auch unter Auflagen - überhaupt möglich ist. Besonders freue ich mich darüber, dass der Auftakt zur nun projektweise angelegten Probenarbeit in Bitterfeld mit dem Gospelprojekt gut gelungen ist und auch einige neue Gesichter den Chor bereichern, was in Zeiten der Pandemie so nicht zu erwarten war. Das Ergebnis dieses ersten Projektes ist übrigens im Gottesdienst in Holzweißig am 7. November um 10.30 Uhr zu hören. Ich hoffe sehr, dass auch die geplanten Advents- und Weihnachtskonzerte in unserer Region stattfinden können.

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie in der diesjährigen Adventszeit Ihr jeweilig passendes Maß an freudiger Erwartung einerseits und Ruhe und Besinnung andererseits finden, um dann ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest zu feiern und anschließend gut in das neue Jahr zu starten. Ob sich dabei Ihre Erwartungen erfüllen? Abwarten!

Es grüßt Sie herzlich,

Ihr Kantor Friedemann Nickel