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Herzlich willkommen im Pfarrbereich Sandersdorf - Brehna

An(ge)dacht

"Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder." 1.Kön 8,39

titel0620Was geht ihnen durch den Kopf, wenn sie das Bild sehen? Sommer? Grün? Ruhe? Vielleicht verbinden sie aber auch etwas ganz Anderes mit dem Bild.

Jetzt gehen wir weg von den Gedanken, hinein in das Herz… Berührt sie das Bild? Was fühlen sie?

Ja, diese Frage ist manchmal schwer zu beantworten - und manchmal möchte man die Antworten gar nicht öffentlich sagen. Ein scheinbar schönes Frühsommerbild kann für den Einen beruhigend wirken, glücklich machen; einen Anderen wiederum traurig stimmen.

„Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ Dieses Wort sagt Salomo als er den Tempel in Jerusalem eingeweiht hatte. Salomo spricht ein sehr langes Gebet und in den vorherigen Versen lesen wir:

"Wenn eine Hungersnot oder Pest oder Dürre oder Getreidebrand oder Heuschrecken oder Raupen im Lande sein werden oder sein Feind im Lande seine Städte belagert oder irgendeine Plage oder Krankheit da ist – wer dann bittet und fleht, es sei jeder Mensch oder dein ganzes Volk Israel, die da ihre Plage spüren, jeder in seinem Herzen, und breiten ihre Hände aus zu diesem Hause, so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und gnädig sein und schaffen, dass du jedem gibst, wie er gewandelt ist, wie du sein Herz erkennst – denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder."

Kaum vorstellbar - diese alten Verse sind aktueller denn je. Ob Salomo damals geahnt hatte, dass diese Verse, dieses Gebet, weltweit Bedeutung erlangt?

In den letzten Wochen und wahrscheinlich auch in den kommenden Wochen wurde und wird viel gesagt. Manches scheint Wahrheit, anderes Spekulation. Menschen werden wütend, schimpfen auf Politik oder Virologen. Das ist, was wir sehen oder hören. Doch oft steckt eine Angst und Überforderung dahinter. Die sehen wir nicht. Die sieht nur Gott. Er kann ergründen, was wir fühlen - und an ihn können wir uns wenden und unser Herz ausschütten.

"Würde Salomo heute beten, dann darum, dass wir in massiven Krisenzeiten, die uns in vielen Bereichen zur sozialen Isolation zwingen, den anderen nicht aus den Augen verlieren – gerade weil wir nicht in ihn hineinschauen können. Der Blick zu Gott, der das Herz aller Menschen kennt, zeigt uns die Würde des/r Anderen und dass wir einander brauchen, um Mensch zu sein, auch wenn jeder Mensch ein Individuum ist. Möge uns das Gebet Salomos daher immer wieder in unserem Handeln leiten", sagt Prof. Dr. Dirk Sager.

Meinungen, Stimmungen...das alles ist nicht immer so, wie es vordergründig scheint. Ein scheinbar schönes Sommerbild vom See kann eben nicht nur Idylle sein. Das Innere eines Menschen, seine Gefühle; das, was das Herz berührt oder beschwert, können wir von außen nicht sehen. Aber Gott kann es - auch und vor allem in Zeiten wie diesen.

"Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder." 1.Kön 8,39

Einen gesegneten Sommer wünscht ihnen ihre Pfarrerin Anna Mittermayer