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Herzlich willkommen im Pfarrbereich Sandersdorf - Brehna

An(ge)dacht

Was tut mir gut?

baeume19Hand aufs Herz, wie oft stellen wir uns selber diese Frage? Was tut MIR gut? Nicht meinem Partner oder meiner Partnerin, nicht meinen Kindern oder Eltern, nicht meinen Freunden – nein, nur mir alleine! Ich glaube, diese Frage stellen wir uns gar nicht so oft bzw. beantworten wir sie viel zu selten. Wenn man mal was für sich macht, hat man ganz schnell das Gefühl, egoistisch zu sein. Oder einfach keine Zeit für sich zu haben. Oder lieber an andere Menschen zu denken, weil es einem ja nicht so schlecht geht und man mit dem zufrieden sein kann, was man hat...oder oder oder. Doch heute soll die Frage einmal erlaubt sein: Was tut mir gut?

Mein erster Gedanke: Meine neuen Teedosen. Ich habe mir mal schöne Dosen für den Tee gegönnt und freue mich jeden Tag an ihnen. Ja um ehrlich zu sein, auch über ein neues Auto würde ich mich freuen.

„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ Mt 16,26

Und da ist er wieder: Der scheinbare Dämpfer auf die Frage, was mir gut tut. Also darf ich mir die Frage wohl doch nicht allzu oft stellen?

Doch, wir sollten nur den Schwerpunkt anders setzen. Schöne Dinge, nützliche Dinge, erleichtern unser Leben, ohne Frage. Doch darauf kommt es nicht unbedingt an im Leben – zumindest, wenn wir uns ganz ehrlich die Frage stellen: Was tut mir gut? Nicht: „Was tut meinem Alltag gut?“ sondern: „Was tut meiner Seele gut?“.

Die Bäume auf unserem Titelbild sind ein gutes Beispiel. Johann aus Petersroda hatte auf der letzten KonfiFreizeit dieses Foto gemacht – abgeholzte Bäume: Vielleicht für ein Lagerfeuer, vielleicht für ein Bauvorhaben oder kleine Möbel – auf jeden Fall wurden sie abgeholzt, um uns Menschen Gutes zu tun.

Doch was ist, wenn wir die Ruhe des Waldes brauchen, um zu entspannen, um unserer Seele Gutes zu tun? Wenn wir Gottes Schöpfung benötigen, damit nicht nur unser Körper sondern auch die Seele durchatmen kann? Ja, was haben wir davon, ein nettes Möbelstück zu besitzen, aber das, was wir eigentlich benötigen, erreichen wir nicht?!

Vielleicht sollten wir uns tatsächlich die Frage „Was tut mir gut?“ öfter stellen. Jedoch mit dem Zusatz: „Was tut meiner Seele gut?“

Lassen sie uns doch die nächsten Wochen die Frage ehrlich stellen. Dann können wir beobachten, was das wirklich Wichtige im Leben ist. Auf ihre Antworten bin ich gespannt.

„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ Mt 16,26

Es grüßt sie
Ihre Pfarrerin Anna Mittermayer