An(ge)dacht
Alles neu macht der Mai …
dann laufen wir mit hoentlich zwei Marathonstaeln an der Goitzsche entlang, feiern Himmelfahrt und Pfingsten mit Konfirmation. Bis Mai ist noch Zeit.
Doch schon jetzt am Beginn des Jahres zweinullzwanzigsechs verspricht uns Gott: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5). Das gilt für 365 Tage. Von Anfang bis Ende und sogar noch darüber hinaus. Auch dann noch, wenn Zweitausendsechsundzwanzig schon längst Geschichte ist. Nochmal zwei, und nochmal zweitausendsechsundzwanzig Jahre + x. Bis Himmel und Erde vergangen sind und wieder neu geschaen von Gott, der es kann – aus dem Nichts etwas machen.
Das Altbekannte kann Gott in neuem Glanz erstrahlen lassen. Und er will. In der Offenbarung, dort wo dieses Versprechen steht, heißt es auch, dass Gott zelten wird, mitten unter seinen Menschen wohnen. Er wird uns in Frieden leben lassen, die Menschenkinder – Dich und mich und alle anderen (ja, auch die nervigen) wird Gott miteinander verbinden in Liebe. Kein Geschrei, keine Schmerzen, keine Tränen, nicht der Tod wird mehr sein. Da wo Gott ist, hat der Unfriede keinen Platz.
Ich finde den Gedanken tröstlich. Und das Versprechen großartig: „Siehe, ich mache alles neu.“ Von Grund auf ist alles verwandelt, rosarot und noch viel toller. Mit staunenden Augen, offenen Mündern, fröhlich wie ein Honigkuchenpferd werden wir Gott und er uns mit ausgebreiteten Armen begegnen.
Schön wird das sein, und schön ist das eigentlich schon jetzt, wo es beginnt … mitten im kalten Winter – wohl zu der halben Nacht – jetzt, wo die Schneeglöckchen blühen und den kommenden Frühling verheißen. Siehe, ich mache alles neu.
Herzlich grüßt Ihr Pfarrer Martin Kabitzsch