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Herzlich willkommen im Pfarrbereich Sandersdorf - Brehna

An(ge)dacht

Die Urlaubszeit ist vorbei – der Alltag hat uns wieder. Viele Menschen sind aus ihren Urlaubszielen wieder zurück nach Hause gekommen. Doch die Ferienplanung dieses Jahr wurde für alle Menschen durcheinander gebracht. Gebuchte Reisen fielen aus, Urlaube in weit entfernte Länder mussten zum größten Teil storniert werden. Was bleibt: Die eigene Heimat erkunden bzw. andere Teile Deutschlands kennenlernen – mit Vorsicht, mit Abstand – mit anderen Augen.

Wir haben uns mit unserem selbstausgebauten Wohnmobil auf die Reise Richtung Norden gemacht – diesmal stand Schleswig- Holstein und ein kleiner Teil Niedersachsens auf der Route - die alle zwei Tage sowieso geändert wurde. Fast jeden Tag haben wir an einem anderen Ort geschlafen – mal hinterm Deich oder auch in herrlichen Wäldern auf einem Parkplatz, ein anderes Mal bei einem Bauernhof zwischen Traktor und altem Stroh oder auch im Maislabyrinth, in dessen Mitte sich ein Kinderparadies mit großem Matschberg und allerlei Spielmöglichkeiten befand. Mal waren wir ganz alleine an einem Ort, ein anderes Mal waren wir umgeben von Wohnwagen oder anderen Übernachtungsautos. Wir lernten viele neue Menschen kennen - auch wenn die Begegnungen immer nur sehr kurz waren.

"Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's euch auch wohl." Jer 29,7

Wir haben so viele Orte und kleine Städte gesehen, dass wir der Aufforderung des Propheten Jeremia gar nicht nachkommen konnten. Aber wir konnten erste Eindrücke wahrnehmen: von kleinen Dörfern in Nordfriesland, die vom Tourismus leben und sehr aufpassen müssen aufgrund der aktuellen Lage; von einem jungen Landwirt, der früh seinen Vater verloren hatte und nun den Hof mit seiner Familie sehr erfolgreich bewirtschaftet (auch weil er neue Ideen mit einbringt); von einem älteren Landwirt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alte, robuste Nutztierrassen wieder zu züchten (und uns so ein leckeres Abendessen ermöglichte)

bullauge20Ja, all das und noch viel mehr haben wir auf unserer Reise wahrgenommen. Das Bild ist auf der Überfahrt von Glückstadt nach Wischhafen entstanden. Einmal mit der Fähre über die Elbe – von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen. Bereits auf den ersten Blick durch das Bullauge kann man viel erkennen – die Gezeiten, die hier auch in der Elbe spürbar sind und die Vögel, die sich im frisch "abgelaufenem" Wasser auf Nahrungssuche begeben.

Doch jetzt schauen sie mal in die Spiegelung auf der rechten Seite des Bullauges! Manchmal braucht es einen zweiten oder dritten oder auch vierten Blick, um das "Beste" einer Stadt, eines Ortes zu finden bzw um das zu finden, was dem Ort gut tut. In diesem Fall der Leuchtturm.

"Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's euch auch wohl." Jer 29,7

Suchet und findet – angefangen mit den ersten Eindrücken – die sich dann vielleicht als herausragende Leuchttürme entwickeln können. Vielleicht finden sie so einen Leuchtturm auch in ihrem Ort – oder werden zu einem.

Viel Freude beim Suchen und Finden wünscht

ihre Pfarrerin Anna Mittermayer