• Slider-IMG_3822.jpg
  • Slider-IMG_3839.jpg
  • Slider-IMG_3935.jpg
  • Slider-IMG_3964.jpg
  • Slider-IMG_3972.jpg
  • Slider-IMG_4021.jpg
  • Slider-IMG_4073.jpg
  • Slider-IMG_4207.jpg
  • Slider-IMG_4268.jpg
  • slider-jacobsmuschel-brehna.jpg

Herzlich willkommen in der Kirchenregion "15 Türme"

 

>> Zur Fotogalerie

 

Sandersdorf liegt ca. 4,5 km westlich von Bitterfeld und ist durch die aufstrebenden Braunkohlengruben der Region ab Mitte des 19. Jh. seinem ursprünglich dörflichen Charakter immer mehr entwachsen. 

Die evangelische Kirche St. Marien ist das älteste Bauwerk in Sandersdorf. Sandersdorf.Orgel4.4011Sie wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert erbaut. 

Das Gebäude ist eine aus Feldsteinen bzw. aus behauenen Porphyrsteinen errichtete romanische Wehrkirche, in die sich die damals noch geringe Anzahl der Bewohner bei Belagerung oder ähnlichen Notsituationen zurückziehen konnte.

 Der Bau beginnt im Westen mit dem 26 m hohen Turm mit Satteldach, an den sich in gleicher Breite das Kirchenschiff anschließt. Der folgende Altarraum ist schmaler und wahrscheinlich erst später gebaut worden, was die aus Ziegel gemauerten Wände vermuten lassen. An der Südseite muss auch einmal ein Eingang gewesen sein. Man erkennt einen vermauerten Türausschnitt und darüber ein ehemaliges Fenster, welches auch auf der Nordseite eine Entsprechung findet. 

Der Haupteingang befindet sich auf der Westseite. Beim Eintritt wird man durch die Aufschrift 
"DER HERR BEHÜTE DEINEN AUSGANG UND EINGANG" 
an einem Querbalken begrüßt. Auf der Ostseite befindet sich ein kleiner Nebeneingang zu einer Art Sakristei hinter dem Altar.
 Der Turm trägt drei Glocken. Die beiden größeren sind aus Stahl. Die wertvollste ist die kleine Bronzeglocke aus dem Jahr 1616. Im Turm befindet sich eine Uhr der Firma J. F. Weule, Bockenem, aus dem Jahr 1910. 

Das Kirchenschiff hat eine flache Holzkassettendecke, die zuletzt zusammen mit der Emporenbrüstung und dem Gestühl im Jahr 1930 restauriert worden ist. Sandersdorf.Orgel4.4011Das Schiff ist durch die Anordnung der Sitzreihen dreigeteilt. Über den seitlichen Bänken verlaufen Holzemporen, die durch die Orgelempore auf der Westseite miteinander verbunden werden. 

Die Orgel wurde 1896 durch die Orgelbauanstalt W. Rühlmann aus Zörbig errichtet. Sie ist ein rein pneumatisches, neobarockes Instrument mit 15 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.
Im Altarraum befinden sich die wertvollsten Ausstellungsstücke der Kirche. Zunächst ist das der barocke Kanzelaltar von 1709, der im Jahr 1750 aus der eingegangenen Zörbiger Schlosskapelle übernommen wurde. Dass der Altar ursprünglich nicht für diese Kirche gemacht war, erkennt man daran, dass die Christusfigur tiefer gesetzt werden musste und eigentlich vor dem Altarprospekt schwebt. Rechts und links halten zwei Engel Wappen der vormaligen Besitzer des Altars. Die Predella, der Sockel des Flügelaltars, trägt die Inschrift
"KOMMT HER ZU MIR ALLE; DIE IHR MÜHSELIG UND BELADEN SEID; ICH WILL EUCH ERQUICKEN". 
Die Kanzel ist von einer Treppe hinter dem Altar zu betreten. Sandersdorf.Orgel4.4011An der Brüstung sind links beginnend die vier Evangelisten Matthäus mit dem Engel, Markus mit dem Löwen, Lukas mit dem Stier und Johannes mit dem Adler zu erkennen. Zu beiden Seiten des Altarraumes hängen zwei große Gemälde von Martha von Stuckrad. "Ich bin die Auferstehung und das Leben" und "Geburt Christi", angelehnt an das Bild von Corregio, wie es in der Dresdner Gemäldegalerie zu sehen ist.

Seit dem Jahr 2012 können sich die Sandersdorfer und ihre Gäste über 10 neue Kirchenfenster freuen, die von dem renommierten Wernigeröder Glasgestalters Günter Grohs entworfen und in der Quedlinburger Glaswerkstatt Schneemelcher angefertigt wurden.

 



Quelle:

Sabine Oszmer: Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Bd. 13, Landkreis Bitterfeld. Halle 2004.
Evangelischer Gemeindeverband Sandersdorf 
http://www.kirchenkreis-wittenberg.de/kirchenkreis/pfarrstellen/sandersdorf/sandersdorf/; Stand 17.08.2018, 14:43
 
 
 
 
Fotogalerie Kirche Sandersdorf: 

 

>>Zurück zum Seitenanfang


Roitzsch.auen6.4174

 

Kirchengeschichte  |  Fotogalerie  |  Chor  |  Partnergemeinde  |  Friedhof

Roitzsch.Taufstein.4213

Die Roitzscher Kirche ist das älteste Gebäude und ein architektonisches Juwel im Zentrum des Ortes. Im 11. oder 12. Jahrhundert wurde sie samt dem Turm erbaut und noch in romanischer Zeit zur dreischiffigen Basilika erweitert. In der Kirche haben sich Bauelemente erhalten, die Zeugnis aus bedeutenden Epochen der Baukunst geben.

Ursprünglich hatten Mittel- und Seitenschiffe auch unterschiedlich hohe Dächer. Der niedrige Turm mit seinen dicken schützenden Mauern und kleinen schießschartenähnlichen Fenstern, durch die man von außen nicht eindringen konnte, wird von einem Zeltdach abgeschlossen. So entspricht er sicher auch heute noch seiner Entstehungsform. Kirchen waren damals nicht nur Stätten der Anbetung, sondern auch Zufluchtsorte in Kriegszeiten und Pflegestationen bei Epidemien. So wie der Ort Roitzsch an Größe zunahm, ist auch die Kirche immer wieder umgebaut und erweitert worden.

Schwere Steinsäulen in ihrem quadratischen Grundriß mit einer schlichten umlaufenden Kante verziert, die Rundbögen zwischen den Schiffen, zugemauerte, aber gut erkennbare Rundbogenfenster in der Höhe des Mittelschiffes, eine romanische Altarnische im nördlichen Mittelschiff und das Gewölbe in der kryptaähnlichen Gruft neben dem Turm.

1820 erhielt der Turm eine Laternenspitze, wie sie auf vielen Abbildungen zu sehen ist. Leider mußte diese Spitze, die den Turm verzierte und optisch schlanker erscheinen ließ, 1972 aus Geldmangel für die notwendige Reparatur abgenommen werden.

Die heutige äußere Form erhielt sie 1464. Den langen Altarraum mit den gotischen Fenstern, das herrliche gotische Steinportal im früheren Haupteingang hinter der Eingangshalle und das Sakramentshäuschen in der Nordwand des Altarraumes. Wann aus den drei Dächern das heutige große Dach wurde, welches alle drei Schiffe und den Altarraum überdeckt, ist nicht bekannt.

Die Innenausstattung ist schön und festlich, so recht geeignet für eine feiernde Gemeinde. Der Kanzelaltar hat als obersten Aufsatz den "Gnadenstuhl"- Gottvater mit dem toten Christus auf dem Schoß. Rechts und links des Kanzelkorbes stehen zwei Heiligenfiguren: Katharina von Alexandria und Christina von Bolsena. Die dritte Figur, eine besonders schöne Maria, ist jetzt an der Nordwand des Mittelschiffs zu sehen. Den Kanzelkorb zieren fünf weitere kleinere Heiligen- und Apostelfiguren.

Die Grablegung Christi bildet als Hochreliefschnitzerei die Verbindung zwischen Altar und Kanzel. Das ganze Figurenensemble, zu dem noch sieben andere nicht aufgestellte Plastiken zählen, hat wohl ursprünglich zu einem großen Schnitzaltar gehört. Dominierend erhebt sich seitlich über dem Kirchenraum das spätgotische Kruzifix.

Die heilige Katharina von Alexandrien soll unter Kaiser Maxentius den Märtyrertod gefunden haben. Legenden des 10.Jh. berichten von der hochgebildeten Königstochter von Zypern, der im Traum das Jesuskind erschien und ihr einen Verlobungsring ansteckte. Nachdem es ihr gelungen war, fünfzig Philosophen zum Christentum zu bekehren, lies Kaiser Maxentius sie geißeln und in den Kerker werfen; als Blitz und Donner ein für ihr Märtyrium mit Messern und Nägeln bestücktes Rad zerstörten und den Henker töteten, wurde sie schließlich durch das Schwert enthauptet. Engel trugen ihren Leichnam zum Berge Sinai.
Seit dem 14. Jh. wird Katharina mit den Attributen Schwert und Rad dargestellt. Zu ihren Füßen findet sich der überwundene Kaiser Maxentius.

Christina von Bolsena ist die Tochter heidnischer Eltern. Von einer Dienerin wurde sie zum Christentum bekehrt. Daraufhin von ihrem Vater mit 12 Dienerinnen in einen Turm auf einer Insel im See von Bolsena ausgesetzt, sollte sie den silbernen und goldenen Göttern, die dort aufgestellt waren, geweiht bleiben. Sie zerbrach die Götterbilder und schenkte das Gold den Armen. Der wütende Vater lies sie von 12 Männern schlagen, ins Gefängnis werfen, aber sie gab nicht nach. Als man sie auf ein Rad band, unter dem ein Feuer angezündet wurde, schlugen die Flammen aus und töteten 1500 Umstehende. Daraufhin wurde sie der Zauberei angeklagt, wieder ins Gefängnis geworfen, dann in der Nacht auf einer Basaltplatte in den See hinausgestoßen, damit sie ertrinke.

Engel hielten sie aber über Wasser und Christus selbst erschien ihr und taufte sie und übergab sie dem Erzengel Michael, der sie an Land brachte. Die Martern setzten sich fort. Sie wurde in eine eiserne Wiege mit Öl, Pech und Harz welches entzündet wurde, gelegt, von 4 Männern gewiegt- sie aber lobte Gott und entstieg unverletzt. Als ihr die Zunge abgeschnitten wurde, warf sie diese dem Richter ins Gesicht, worauf der erblindete. Von den Pfeilen, die er nun abschoß, trafen sie zwei und töteten sie. Sie ist die Patronin der Müller, Bogenschützen und Seeleute.

 >>Zurück zum Seitenanfang

 
Fotogalerie Kirche Roitzsch:
 

  

 >>Zurück zum Seitenanfang

Chor

Der ökumenische Chor besteht seit über zwanzig Jahren. Alle zwei Wochen treffen sich die Sänger und Sängerinnen zur Probe, jetzt wieder unter der Leitung von Dorothea Philips, die den Chor damals aus der Taufe hob. Chormusik zu vielen kirchlichen Feiertagen stehen auf dem Programm, besonders beliebt ist das alljährliche Adventskonzert, das mit anderen Chören der Region vorbereitet und aufgeführt wird. Herzlich Willkommen ist der Chor zu Geburtstagen, in Altenheimen und auch bei Veranstaltungen der Arbeiterwohlfahrt! Hier wird nicht nur hart geprobt, auch das gute Zusammensein ist wichtig!

 >>Zurück zum Seitenanfang

Partnergemeinde

Langen (Hessen) - Roitzsch (Sachsen-Anhalt)

Die Geschichte einer Partnerschaft...

...vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Beziehungen

Seit 1974 gibt es erste Kontakte nach einer Vermittlung durch die Kirchenleitung. Unter Pfarrer Dr. Turre und Pfarrerin Trösken kam es zu ersten Kontakten, die über die Jahre und unter verschiedenen Pfarrerinnen und Pfarrern weiter gepflegt wurden. Die Johannesgemeinde unterstützte ihre Partnergemeinde in Roitzsch durch Pakete und finanzielle Hilfen. So fanden ein elektrischer Rollstuhl und ein Kopierer den Weg in die DDR.

1973: Grundlagenvertrag mit der DDR
1975: Verkehrsverhandlungen mit der DDR über Berlinverkehr, Transit- Pauschalen und Autobahnausbau.
Seit ca. 1977 bestanden auch private Kontakte, die bis 1989 lebendig blieben.
1980: Erhöhung der Umtauschsätze.
Im Januar 1990 wandte sich Frau Pastorin Barthels in einem Brief an Frau Eich-Ganske mit der Bitte um Wiederaufnahme der partnerschaftlichen Beziehungen. Im März 1990 kam es zur ersten offiziellen Begegnung zwischen beiden Gemeinden.
April 1989: neue Reiseverordnung Besucherreisen in den Westen werden leichter
9.11.89: Öffnung der Grenze
Im Mai 1990 unterstützt Langen die Instandsetzung der elektrischen Anlagen der Roitzscher Kirche, durch einen nicht unerheblichen Kredit.
Seit dieser Zeit finden wechselseitige Besuche statt (u.a. Konfirmandentreffen in Thüringen, Kirchentag in Leipzig).
1999 kam es zu einem Gemeindetreffen in Roitzsch, das mit einer symbolischen Rundreise durch das Bitterfelder Kohle- und Chemiegebiet verbunden war.
Deutsch-deutsche "Wiedervereinigung" und "Aufbau Ost" werden für alle greifbar.
18.3.90: freie Volkskammerwahlen
1.7. 90: Währungs,- Wirtschafts- und Sozialunion
3.10.90: Beitritt der DDR zum Bundesgebiet.

>>Zurück zum Seitenanfang

Friedhof

Der Friedhof unserer Kirchengemeinde trägt mit seinem parkähnlichen Charakter sicher sehr zur Attraktivität unseres Ortes bei. Der alte und teilweise seltene Baumbestand sorgt gerade in den Sommermonaten für kühlenden Schatten und lädt zu Minuten des Verweilens und Entspannens ein.
Die schlichte Kapelle ist in Ziegelbauweise mit spitzbogigen Türöffnungen errichtet.
In den Friedhofsmauern sind teilweise sehr schöne Grabsteine aus der Gründerzeit eingelassen. Die Geschichte des Ortes wird hier mit Namen und Jahreszahlen greifbar.
Kapelle
Grundsätzlich steht unser evangelischer Friedhof allen Menschen gleich welcher Konfession, Religionsgemeinschaft oder Weltanschauung zur Verfügung. Auch anonyme Beisetzungen sind möglich.

>>Zurück zum Seitenanfang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Dorf Renneritz wurde erstmals im Jahre 1420 in einer Urkunde erwähnt.
 Seit 2009 ist es Ortsteil der Stadt Sandersdorf-Brehna.

Kirchlich gehört Renneritz zur Kirchengemeinde Ramsin.

Eine Besonderheit des Dorfes ist das Kirchengebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts von Bauern des Ortes erbaut wurde, um nicht mehr den weiten Weg nach Roitzsch zum Gottesdienst machen zu müssen. Roitzsch galt zu dieser Zeit als Kirchort für das Dorf.

Da die Bauern die Kirche in Eigeninitiative erbauten, blieb sie im Besitz des Dorfes und gehört heute der Stadt Sandersdorf-Brehna.

Ein im Jahr 2009 gegründeter Förderverein sorgt für die Erhaltung des Gebäudes. Neben Trauerfeiern finden heute in der Kirche vor allem vom Förderverein organisierte Konzerte statt.

 

Quelle: http://www.kirchenkreis-wittenberg.de/kirchenkreis/pfarrstellen/sandersdorf/renneritz/; Stand 17.08.2018, 14:43

 

 >> Zur Fotogalerie

Mittelalterliche Dorfkirche (Petersroda)

Petersroda.Taufstein1.42881256 als erstes romanisches Gotteshaus in Petersroda erbaut, was noch heute an der Südwand an dem alten Eingang und an den romanischen Fenstern erkennbar ist. 
Im gotischen Stil wird die neue Kirche 1576 errichtet. 
1872 wird die Kirche mit dem achteckigen Turmaufsatz auf dem Kirchturm erweitert und durch einen Brand 1888 zum Großteil zerstört.

Nach Sanierung der Kirche, erhält diese 1928 drei neue Glocken. Das Glockenspiel galt bis dahin als das schönste im Kreis Bitterfeld. Jedoch wurden die Glocken 1943 zu Kriegszwecken eingezogen. 

1957 stürzte das große Kreuz vom Turm und durchschlug das Dach der Kirche.
 Nachdem seit 1966 kein Gottesdienst mehr in der Kirche abgehalten wurde, verfiel die Kirche innen langsam.
 So musste 1972 die Spitze des Kirchturms wegen Baufälligkeit entfernt werden.

 1995 konnte mit den ersten Erhaltungsmaßnahmen begonnen werden.
 Die Dachhaut wurde erneuert und das Fundament trocken gelegt. Später wird die Elektrik und der Innenraum saniert.


Durch die Initiative des Fördervereins Dorfkirche Petersroda e.V., welcher sich seit 1999 um den Erhalt der Kirche bemüht, konnten bereits einige Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Zum Beispiel konnte im Innenraum der Kirche ein neuer Kalkputz aufgebracht werden.




Chronik

1256 - Errichtung des ersten romanischen Gotteshauses. An der Südwand ist noch heute der alte Eingang und romanische Fenster erkennbar.

1576 - Im 2. Bauabschnitt wird die neue Kirche im gotischen Stil errichtet.

1872 - Der Kirchturm erhält eine achteckige Haube.

1888 - Ein Brand zerstört einen Großteil der Kirche.

1928 - Drei neue Glocken werden aufgehängt. Das Glockengeläut gilt als das schönste im Kreis Bitterfeld.

1943 - Die zwei großen Glocken werden für Kriegszwecke eingezogen. Ihr Verbleib ist bis heute ungeklärt.

1957 - Das große Kreuz stürzt vom Turm und durchschlägt das Dach der Kirche

1966 - Seit dieser Zeit wird kein Gottesdienst mehr abgehalten, die Kirche verfällt innen langsam.

1972 - Die Spitze des Kirchturmes wird wegen angeblicher Baufälligkeit entfernt.

1995 - Die Dachhaut wird erneuert und das Fundament trocken gelegt.

1999 - Der "Förderverein Dorfkirche Petersroda e.V." wird gegründet. Die Spendenaktion erbringt 5025 DM. Die Elektrik wird erneuert und im Innenberich ein Kalkputz aufgebracht.

2000 - Die Innensanierung wird fortgesetzt.

Quelle:
 Sabine Oszmer: Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Bd. 13, Landkreis Bitterfeld. Halle 2004.
„Förderverein Dorfkirche Petersroda e.V.“.
http://www.kirchenkreis-wittenberg.de/kirchenkreis/pfarrstellen/sandersdorf/petersroda/; Stand 17.08.2018, 14:43

 

Fotogalerie Kirche Petersroda:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

>> Zurück zum Seitenanfang

 
>> Zur Fotogalerie

 

Evangelische Dorfkirche (Ramsin)

Bis zum 16. Jahrhundert mussten die Einwohner von Ramsin für ihren Kirchgang einen 5 km weiten Weg nach Roitzsch auf sich nehmen. Ebenfalls fanden auch die verstorbenen Ramsiner auf dem Roitzscher Friedhof ihre letzte Ruhe. 


1604 wurde in Ramsin die erste Kirche erbaut, die von einem kleinen Friedhof umgeben war. Im Dreißigjährigen Krieg, 1637, wurde der Ort Ramsin vollständig zerstört. Die Kirche hatte zwar nur einen geringen Schaden davongetragen, die Reparatur konnte jedoch nicht ausgeführt werden. 1640 fiel die Kirche in sich zusammen. Die Ramsiner Einwohner mussten somit wieder zur Kirche nach Roitzsch gehen. 1703 nahm der damalige Rittergutsbesitzer Dietrich von Schick den Aufbau einer neuen Kirche in die Hand

.

1710 erhielt die Kirche ihre erste Glocke

1782 wurde die erste Orgel eingebaut

1812 Hauptreparatur der Kirche durch den Rittergutsbesitzer Freiherr zu Freiberg



1890 schlug ein Blitz in den nördlichen Teil des Kirchturms ein.

1891 traf ein Blitzschlag in voller Heftigkeit Kirchturm und Kirche. Eine gründliche Reparatur, fast Neubau, war notwendig, um den Schaden zu beheben.



1892 wurde die Kirche mit Blitzableitern versehen. Am 

29. Oktober 1892 fand die Einweihung der renovierten Kirche und der neu erbauten „Rühlmann-Orgel“ statt.Ramsin.Tr.3869

1902 erbrachten zwei Veranstaltungen den Grundstock für eine zweite Glocke.



1920 Zerstörung der alten Glocke von 1710 durch unsachgemäßes Läuten



1922 wurden zwei neue, in Torgau gegossene Stahlglocken aufmontiert und eingeläutet.

1926 erhielt der Kirchturm eine Uhr



1935 Umbau und vollständige Renovierung der Kirche, sie erhielt von außen einen neuen Putz. Die Kirchenmauer wurde bis zur Hälfte abgetragen und auf dem Vorplatz Ziersträucher angepflanzt.

1973 Neueindeckung des Kirchendaches



1991 durch Abtrennen eines kleinen Raumes in der Kirche wird ein Jugendraum geschaffen, die Nutzung ist auch als Winterkirche möglich (Nachtspeicheröfen).

1992 umfangreiche Dachsanierungsarbeiten waren notwendig, um einem Zerfall durch Hausschwamm entgegen zu wirken.

1998 Erneuerung der Kirchenfenster



2004 Sanierung des Kirchturmes und der Kirchturmuhr



2008 Sanierung von Dachstuhl und Kirchendach

2009 Restaurierung der Holztonne, Abriss des Kirchengestühls, Sanierung des Fußbodens, Anpassen des Kirchengestühls aus der Burgkemnitzer Kirche



Ramsin.innen2.38452010 feierliche Weihe der restaurierten Kirche, Instandsetzung der Kirchenglocken

2010 Instandsetzung der Glockenanlage

2012 Erneuerung des Fußbodens der Empore und des Patronatslogenfußbodens

2013 Erneuerung des Außenputzes der Kirche

2016/2017 Sanierung unserer Rühlmann-Orgel

Die Erneuerung der Kirchenfenster war der Beginn einer notwendigen Kirchensanierung.

Schaut man genauer hin sind noch viele Arbeiten zu erledigen.
So müsste der Altar und die Brüstung der Empore dringend restauriert werden. Auch ist es notwendig eine Toilette und eine kleine Teeküche in den Räumen der Kirche unterzubringen. Jedoch fehlen uns hierfür sowohl die finanziellen Mittel als auch tatkräftige Unterstützung. In anderen Gemeinden wurde ein Förderverein gegründet der sich dafür einsetzt, daß das älteste Gebäude des Ortes für nachfolgende Generationen erhalten bleibt. Auch in Ramsin fanden sich einige Bürger, die meinen:

„Die Kirche soll im Dorf bleiben“.

Die Dorfkirche Ramsin ist heute das älteste Gebäude im Ort.

Die evangelische Dorfkirche Ramsin untersteht dem Evangelischen Pfarramt Sandersdorf.




 

Quelle:

Sabine Oszmer: Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Bd. 13, Landkreis Bitterfeld. Halle 2004.
Evangelischer Gemeindeverband Sandersdorf / Förderverein „ Dorfkirche Ramsin e.V.“.
Mitteldeutsche Zeitung. Bitterfeld. 2009 ff.
G.Pfahl Stand August 2018
http://www.kirchenkreis-wittenberg.de/kirchenkreis/pfarrstellen/sandersdorf/ramsin/; Stand 17.08.2018, 14:43
 
 

 

>> Zur Fotogalerie

 Gemeindepartnerschaft  | Sanierungsarbeiten Gemeindehaus | Höhepunkte  |  Pressestimmen

Die Wehrkirche zu Holzweißig wurde zwischen zwischen 1100 und 1150 als einschiffige romanische Kapelle aus unbehauenen Feldstein erbaut. Damit ist die Kirche älter als der Ort Holzweißig, dessen urkundliche Erwähnung erst 1323 erfolgte.

Im 17.Jahrhundert wurde sie durch den Anbau eines Chores an der Ostseite und den Turm erweitert. Später wurden Patronatslogen für den Förster und den Postmeister hinzugefügt, die jedoch 1989 abgetragen werden mußten. Die Sakristei an der Nordseite wurde 1702 ursprünglich als Leichenhalle angebaut.

Im 18. Jh. brach man den Turm ab und setzte eine 8-eckige barocke Haube auf. Renovierungen wurden 1913 und 1960-67 vorgenommen.

Der Kanzelaltar und das Gestühl stammen aus dem Barock, der Marien-altarschrein an der Nordwand ist in das 14. Jh. zu datieren.

Das Taufbecken (Messing) zeigt in der Mitte seines Bodens die Darstellung der Verkündigung Maria und dürfte aus dem 16. Jh. stammen.

Die beiden Glocken entstanden in verschiedenen Epochen, die große Glocke ist eine der ältesten im Landkreis Bitterfeld , wohl aus dem 13. Jh.

Die begrenzten finanziellen Mittel der Gemeinde erfordern immer wieder die tatkräftige Unterstützung durch viele Gemeindeglieder und den Förderverein. So konnten 1999 und 2000 das Tonnengewölbe und die Wände gestrichen werden.

 

Fotogalerie Kirche Holzweißig:

   

Gemeindepartnerschaft Santa Clara - Holzweißig

Im Jahr 1990 wurden die beiden deutschen Staaten zusammengeschlossen. Dadurch war die Kirchengemeinde Holzweißig auf der „reichen“ Seite der Welt.

Nun kam die Frage auf, ob es nicht geboten wäre, eine Partnerschaft mit einer Kirchengemeinde auf der „armen“ Seite der Welt zu beginnen.

In dieser Zeit wurde von unserer damaligen Pfarrerin Frau Ruth Heyroth der Theologiestudent Misael Gorrin mit nach Holzweißig gebracht. Mit ihm kam der Gemeindekirchenrat ins Gespräch und zu Beginn des Jahres 1991 wurde ein Partnerschaftsvertrag mit der Iglesia Prebiteriana Reformada in Santa Clara / Cuba unterzeichnet. Seit dieser Zeit gibt es eine lebendige Partnerschaft, welche vor allem durch gegenseitige Besuche lebt. Auf unserer Seite gehören auch die Gemeinden aus Deutsche Grube (Bitterfeld) und der Johannesgemeinde Quedlinburg dazu.

Die Zeit hat gezeigt, dass die Welt nicht in reich und arm geteilt werden kann. Diese Partnerschaft bereichert unser Gemeindeleben gegenseitig. So wunderbar es ist, in die Kultur und das Leben unserer cubanischen Partner einzutauchen, wenn wir dort zu Gast sein können, genauso toll ist die Zeit, Gäste von dort bei uns zu haben. Es ist eine große Bereicherung für alle.

Viel Freude hatten wir in den ersten Jahren der Partnerschaft mit der Gruppe Kairos, welche in tollen Konzerten uns für die Mentalität und Kultur aus Cuba begeisterte. In den jüngeren Jahren hatten wir die Freude, unsere Gäste zu den Evangelischen Kirchentagen zu entführen. Unter anderen hatten wir einen 80 Jahre alten Gast, mit welchem wir in Köln zum DEKT waren. Er war so begeistert über die viele Jugend und die vielen Menschen, die da zusammen kamen, um Gott die Ehre zu geben und dieses große Fest zusammen zu feiern.

Durch die lange gemeinsame Arbeit haben sich Verbindungen zu anderen Gemeinden in Deutschland entwickelt, welche auch Partnergemeinden auf Cuba haben, so dass die Partnerschaftsarbeit jetzt auf breiten Füßen steht. Seit vielen Jahren wird unsere Arbeit auch vom Berliner Missionswerk unterstützt. Dadurch ist die Frage der Visa unserer Gäste auf leichteren Wegen zu erreichen.

Außerdem gibt es in unserem Kreis eine Reihe von Privatpersonen, welche uns unterstützen und sich mit Herz und viel Kraft engagieren.

Wir sind sehr dankbar für diese von Gott gesegnete Zeit. Unser Kreis ist offen für alle, welche ihre Liebe für ein Land entdecken. Möge Gottes Geist unsere Arbeit tragen und segnen.

Für das Jahr 2022 wollen wir wieder Gäste einladen und mit ihnen im Gebet und in der Liebe vor Gott treten. Außerdem möchten wir unseren Gästen unser Land zeigen (z.B. Luthers Wirkungsstätten in Wittenberg, das ehemalig geteilte Berlin, den Harz). Wir hoffen, dass sich die Pandemie bis dahin soweit aus der Welt zurückgezogen hat, dass wir unbeschwert zusammen sein können.

 Cubareisegruppe 2016      Kirche Santa Clara Cuba

 unsere Reisegruppe 2016 in Santa Clara

 

 Sanierungsarbeiten Gemeindehaus

Dank der finanziellen Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt und des Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes konnten Anfang 2019 die Fensterläden und Hauseingangstüren des Gemeindehauses der Evangelischen Kirchengemeinde Holzweißig erneuert werden.

 

 Sanierung Gemeindehaus Holzweißig Bild1Sanierung Gemeindehaus Holzweißig Bild 3Sanierung Gemeindehaus Holzweißi Bild 5Sanierung Gemeindehaus Holzweißig Bild 2Sanierung Gemeindehaus Holzweißig bild 4

 

Zurück zum Seitenanfang

Höhepunkte

Kirmes 2003

Das Leben des Franz in Spiel und Liedern - Gemeinde-Kinder bei "Poverello" auf der Kirchenbühne dabei

von Marcel Danisch, Mitteldeutsche Zeitung, Bitterfelder Ausgabe, vom 22.10.2003

Dieses Jahr versuchte die evangelische Kirche Holzweißig etwas Neues beim jährlichen Kirmeskonzert. Im Rahmen des siebten Grenzgängerfestivals pickten sie sich das Kindermusical "Poverello" von Wilfried Mengs aus dem umfangreichen Programm. Der ausschlaggebende Punkt für den Organisator Sven Uber aus der Kirchengemeinde war, dass die Holzweißiger Kinder im Musical mitspielen konnten. Schnell fanden sich sechs Mädchen. Binnen drei Wochen übten sie die Lieder des Programms. 

Die erste und einzige Durchlaufprobe eine gute Stunde vor der Premiere lief laut Mengs sehr gut. "Fangen die Kinder mit den Liedern erst mal an, sind sie schnell voll dabei und der Spaß überträgt sich dann auch aufs Publikum." Mengs spielt seine Programme immer zusammen mit seiner Frau und den eigenen Kindern. Sie stellen sich auf die Hobbyakteure vor Ort ein, überlassen ihnen auf Wunsch große Teile des Musicals und füllen den Rest dann auf. Sie haben Übung: "Wir haben das jetzt schon 150 Mal aufgeführt, und es hat immer geklappt."

"Poverello" heißt aus dem italienischen wörtlich übersetzt "Der kleine Arme". Es handelt sich um eine Art Lebenslauf des Franz von Assisi. Mengs Idee dahinter ist, den Menschen die Werte des Heiligen wieder bewusst zu machen. Franz von Assisi stammt der Geschichte nach aus einer reichen Familie, gehörte vor 800 Jahren gar zur Schikeria. Irgendwann kam bei ihm der Wandel, so Mengs, "weg vom Materiellen, hin zur Freunde über die kleinen Dinge des Lebens." Mengs sieht diese Prinzipien in der heutigen Zeit wieder als erstrebenswert. Dabei adaptiert er die historischen Vorlagen sowie Bibelgeschichten und macht daraus einfache und einprägsame Lieder in verschiedenen Genres. Hauptsächlich besteht das Musical aus Folk-Einflüssen, es kommen aber auch Pop, Country und sogar Rap dazu. Das Grenzgängerfestival gastiert zum wiederholten Male in Holzweißig. Gesehen hat man in der Wehrkirche in den vergangenen Jahren schon Kabarett, Puppenspiel, Theater und sogar eine kleine Oper. Das Publikum ist an das Kirmeskonzert gewöhnt, und die Resonanz nimmt jährlich zu, sagte die Chorleiterin Dorothea Uber, die auch das Üben mit den Gemeinde-Kindern übernahm. Sie hoffte neben zahlreichen Zuschauern auch auf einige Spendengelder zum Erhalt der Kirchorgel. Eintritt nahm die Kirche an diesem Abend nicht. "Es soll jeder das geben, was er kann und meint", so Uber.

Zurück zum Seitenanfang

Pressestimmen

Einsatz für eine "alte Dame"

Förderverein unterstützt mit vielen Ideen die Sanierung der Wehrkirche Holzweißig

Mitteldeutsche Zeitung, Bitterfelder Ausgabe, vom 23.Juni 2001

Wenn in Holzweißig etwas los ist, dann sind sie meist dabei. Verkaufen selbst gebackenen Kuchen, Fettbrote mit Gurke oder auch mal Bücher. Und mitten auf dem Tisch steht immer eine Kirche- zwar in Miniformat und aus Pappmache, aber dem Original der Holzweißiger Wehrkirche zum Verwechseln ähnlich. Eben für diese "alte Dame" engagieren sich die Mitglieder des gleichnamigen Fördervereins seit über drei Jahren und haben dabei schon allerhand erreicht.

"Schon zu DDR - Zeiten wurde an unserer Kirche einiges gemacht" erinnert sich Birgit Kröber, die im Verein die Funktion des Schriftführers inne hat. "Aber damals waren die Mögligkeiten begrenzt, Geld kaum da. Doch was handwerklich in Eigeninitiative zu schaffen war, wurde erledigt." Gereicht hat das nicht. Schließlich nagt am Kirchengebäude, das nach Schätzungen um 1150 erbaut wurde, nicht nur der Zahn der Zeit. Auch die Umweltbedingungen in dieser Region und das Improvisieren bei Baumaßnahmen vor der Wende haben ihre sichtbaren Spuren hinterlassen: Die Kirche ist sehr sanierungsbedürftig.

"Also haben wir überlegt, was wir tun können", erklärt Birgit Kröber. Die Lösung sollte heißen: Wir gründen einen Förderverein, wie es sie schon viele gibt im Landkreis. Im April 1998 war es soweit, und man fand schnell Mitstreiter - mittlerweile sind es rund 30 an der Zahl. Dabei wurde Wert darauf gelegt, daß nicht nur Kirchenmitglieder mitarbeiten. Der Förderverein sollte vor dem auch als Bindeglied zwischen Kirche und Nicht - Mitgliedern entstehen. Mit solchen Holzweißigern wie Dr. Hans Kaufhold - langjährig der Zahnarzt im Ort und nun Vorsitzender des Fördervereins - Erhard Böttcher, Dieter Hirsekorn oder Rene Winzer wirken zudem Leute im Vorstand mit, die bekannt sind. "So können wir unser Ansinnen in die breite Öffentlichkeit bringen", sagt Uwe Kröber, der nicht nur der Ehemann von Birgit Kröber ist, sondern auch der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Mit den vor zweieinhalb Jahren begonnenen Umbaumaßnahmen ist er bestens vertraut, denn als es in Holzweißig länger keinen Pfarrer gab, hat er sich den ganzen Bürokram auf den Tisch gezogen. Damit entlastet er ehrenamtlich den jetzigen Pfarrer Andreas Ziemer enorm.

"Schon ab November 1998 wurde die gesamte Dachkonstruktion rekonstruiert, die stark von Hausschwamm und Holzbock befallen war", berichtet Kröber. Die Maßnahme hat insgesamt etwa 285 000 Mark beansprucht. Dafür flossen Fördermittel von Bund, Land, Landkreis und Kommune. 25 Prozent konnte die Kirchengemeinde aus jahrelangen Rücklagen selbst aufbringen. Um aber die Kirche auch innen renovieren zu können, sind noch viele Spenden nötig, damit der Eigenanteil zur Gegenfinanzierung der Fördermittel gesichert werden kann.

Und dafür macht sich der Förderverein stark. Auch mit selbst gestalteten Briefkarten, die immer zu Weihnachten verkauft werden. Und mit einem Schreiben an die Goldenen Konfirmanden, die sich nach 50 Jahren in ihrem Heimatort wieder treffen und in dem Brief um Hilfe gebeten werden. Einiges Geld kam so schon zusammen - insgesamt 6000 Mark, Mitgliedsbeiträge nicht mitgerechnet. Doch es gibt viele weitere Helfer. Als im ersten Bauabschnitt die Decke gestrichen wurde realisierten das 15 Leute aus dem Ort. Dreimal mußte gepinselt werden, so richtig mit einer "historischen Mischung" aus Sumpfkalk, Leinölfirnis und Magermilchquark - immer die Auflagen des Denkmalschutzes einhaltend. Die gegenwärtige Erneuerung der Elektroleitungen erledigt ein Handwerker ehrenamtlich nach Feierabend. Für die Pflege der Grünflächen sowie die Aufarbeitung der Kirchenbücher samt Umsetzung auf Coputer werden regelmäßig ABM - Kräfte zur Verfügung gestellt. In der Ausschreibungsphase befindet sich jetzt die Sanierung der Sakristei, weil finanzielle Zuschüsse von der Lotto - Toto - Gesellschaft sowie vom Kreis fließen. Doch auch hier sind wieder Eigenmittel und Spenden nötig.

"Die Sakristei hat früher als Leichenhalle gedient", wissen die Kröbers so einiges zur Geschichte ihrer Kirche zu erzählen. Dass sie älter ist als der Ort, der erst 1323 urkundlich erwähnt wurde. Dass sie auch zum Schutz gebaut wurde und deshalb Wehrkirche heißt. Dass im 18. Jahrhundert der Turm abgerissen und durch eine achteckige barocke Haube ersetzt wurde. Und dass die Kirche nach einem "Versuch der systematischen Renovierung" von 1960 bis 1967 ihr Aussehen grundlegend veränderte.

Besonders stolz sind die Holzweißiger auf ihre beiden Glocken. Die kleinere ist ein Ersatzguss aus Stahl von 1952, weil die ursprüngliche Glocke im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurde. Erhalten blieb die große Bronze - Glocke, die aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammen dürfte und heute eine der ältesten Glocken im Landkreis ist. Das Besondere daran: Beide werden noch von Hand geläutet, wofür es eine richtige Läutordnung gibt. Samstagabend werden sie in Gang gesetzt, dann jeweils eine halbe Stunde vor Gottesdienst, auch wenn jemand im Ort gestorben ist und bei Beerdigungen. Dabei ist genau festgelegt, wer läuten muß oder darf. Oft macht es einer von Kröbers selbst - einschließlich der Kinder Damaris (15) und Jonathan (13). Schließlich wohnt die Familie gleich neben der Kirche im ehemaligen Küsterhaus, wo sich außerdem der Sitz des Gemeindekirchenrates befindet. Auch das sind Gründe, weshalb die Zusammenarbeit zwischen Förderverein und Kirchenrat so unkompliziert verläuft.


Weltgebetstag 03.03.2002 - Frauen fordern zu Versöhnung auf

Ökumenische Feier - Projekte in Rumänien

Von Christine Krüger

Brehna/MZ. Welche Eigenschaften brauchen Frauen, um zu versöhnen? Die Frauen - Protestanten, Katholiken, Heiden aus vier umliegenden Gemeinden -, die im Klosterchor von Brehna am Freitagabend den Weltgebetstag begingen, der in diesem Jahr dem Thema Versöhnung gewidmet ist und in dessen Mittelpunkt die Probleme der Frauen und Mädchen in Rumänien stehen, hörten die Geschichte von Abigajil (1. Buch Samuel, Kapitel 25). Durch ihr kluges Handeln bewahrt die Frau des bösartigen Nabal viele Männer vor dem Tod durch Davids Zorn. Was Abigajil brauchte, sind Mut, Feinfühligkeit, Herzenswärme, Umsicht, Verständnis. Plakate mit diesen Worten hängten die Frauen im Andachtsraum auf. Was, fragten sie, braucht man heute, um zu versöhnen? Und sie kamen auf die selben Eigenschaften. Nur einige modernere Worte haben sich im Laufe der Zeit dazwischen geschoben.
Versöhnung soll auch den Frauen in Rumänien auf ihrem beschwerlichen Weg in eine neue Zeit helfen. Sie soll einen Bogen um die ganze Welt ziehen, alle Gläubigen und auch die Nichtgläubigen in Menschlichkeit einigen. Der Übergang in eine neue Gesellschaft hat in Rumänien viele Opfer gefordert. Landwirtschaft und Industrie brachen im großen Stil zusammen, die Arbeitslosigkeit stieg sprunghaft an. Besonders Frauen, und hier vor allem die ohnehin benachteiligten, sind davon betroffen. Fachkräfte der einst bestimmenden Textilindustrie sind gezwungen, als Näherinnen unter miesen Bedingungen für Unternehmer anderer Länder zu arbeiten. Der Weltgebetstag will das in das öffentliche Bewusstsein rücken. "Wir denken vor allem an die Weberinnen in Helthau, einem rumänischen Ort", sagte Birgit Kröber, eine der Organisatorinnen der in Brehna begangenen Feier. "Der Betrieb ist zu, alle sind arbeitslos."

Am Ende der Andacht sammelten sie die Kollekte, die bestimmt ist vor allem für Bildungs- und Aufklärungsprojekte in Rumänien. 2000, als Indonesien im Mittelpunkt des Weltgebetstages stand, betrug die Kollekte über 5,5 Millionen Mark. Damit wurden 220 Projekte finanziert. Und der schöne Abschluss des Abends: Der Tisch war reich gedeckt mit Speisen, die die Frauen nach rumänischen Rezepten gekocht und gebacken hatten.

Von Osterfeuer bis Goitzsche-Trip

Viele Veranstaltungen bei herrlichem Sonnenschein gut besucht

Von Silke Ungefroren

Bitterfeld/Holzweißig/MZ. Der Wettergott hatte ein Einsehen - und ließ all die Veranstaltungen, die viele fleißige Helfer für die Osterfeiertage organisiert hatten, zu gut besuchten Erlebnissen werden. So auch die traditionellen Osterfeuer, derer es seit Donnerstagabend mehrere gab im gesamten Landkreis Bitterfeld. In der Kreisstadt begann es am Sonnabend mit einem großen Lampion- und Fackelumzug in Richtung Freilichtbühne. Begleitet von den Klängen des Bitterfelder Bergmannsorchesters, setzten sich Scharen von Menschen jeden Alters in Bewegung. Auf der Festwiese hatten der Innenstadtverein gemeinsam mit der Stadtverwaltung und weiteren Partnern einiges vorbereitet: Schon von weitem war Diskomusik zu hören, und für das leibliche Wohl sorgten Gebrutzeltes, Gekochtes, Getränke und Waffeln.

Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Carola Niczko entzündete Bürgermeister Werner Rauball (SPD) dann das Feuer, das bis spät in die Nacht hinein loderte. Dennoch vermochte es nicht, den Platz ausreichend zu erhellen - trotz Unterstützung durch die beleuchteten Markt- und Versorgungsstände. Aber auch das tat der Stimmung insgesamt keinen Abbruch.

Gewollt dunkel indes war es in der Holzweißiger Wehrkirche, wo am gleichen Abend zur ebenfalls traditionellen Osternacht eingeladen wurde. Mit der am Osterfeuer entzündeten Kerze wurde das Licht ins Gotteshaus gebracht. Mit Ostergottesdienst und klangvollem Orgelspiel wurde das Fest fortgesetzt.

Förderverein Wehrkirche 15.03.2002 - Einweihung mit einer Ausstellung

Sakristei der Kirche Holzweißig wurde saniert

Holzweißig/MZ. Mit der Gründung des Fördervereins Wehrkirche Holzweißig begann 1998 die Sanierung des evangelischen Gotteshauses. Nach der Dachrekonstruktion und einiger Innenarbeiten ist nun die Sakristei fertig gestellt. Unsere Redakteurin Silke Ungefroren sprach dazu mit Birgit Kröber vom Förderverein und Uwe Kröber, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates und Bauleiter.

Wann wurde mit der Sanierung der Sakristei begonnen?

Uwe Kröber: Im August vergangenen Jahres. Fach- und Mauerwerk wurden komplett erneuert, wobei ein Teil des alten Fachwerkes erhalten werden konnte. Dazu kam die Schwammsanierung, außerdem wurde das Dach rekonstruiert. Den Zuschlag für den größten Teil der Arbeiten erhielten die Firmen Bobowski aus Holzweißig und Poludniak aus Engelsdorf bei Weißenfels. Betreut wird der gesamte Kirchenumbau vom Architekturbüro Girke aus Halle. Bis auf einige Kleinarbeiten wurde die Sanierung im Dezember abgeschlossen.

Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?

Uwe Kröber: 89 000 Mark sind verbaut worden, wovon zwei Drittel von der Lotto-Toto-Gesellschaft getragen wurden. Den Rest übernahmen Landkreis, Gemeinde Holzweißig und Förderverein.

Wofür soll die Sakristei künftig genutzt werden?

Birgit Kröber: Zur offiziellen Einweihung am 14. April ist hier eine Fotoausstellung über den Umbau zu sehen. Ansonsten können wir uns vorstellen, dass die beiden Jugend-Bands, die sich zur Zeit im Gemeinderaum treffen, im Sommer in der Sakristei proben.

Gibt es anlässlich der Einweihung eine Feier?

Birgit Kröber: Nach einem Festgottesdienst sind Kaffeetrinken, Kinderbetreuung und fröhliches Singen geplant. Außerdem erfolgt an diesem Tag die Neuwahl des Vorstandes unseres Fördervereins.  

>> Zurück zum Seitenanfang